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Bauhof in Klütz wird aus Kostengründen geschlossen

Klütz Bauhof in Klütz wird aus Kostengründen geschlossen

In Maschinen und das Gebäude müsste erheblich investiert werden — Aufgaben sollen ab dem 1. April an private Unternehmen vergeben werden.

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Bauhofmitarbeiter Maik Oehlert sammelt Müll aus den Abfallbehältern in Klütz ein.

Quelle: Malte Behnk

Klütz. Der Bauhof in Klütz wird zum 31. März geschlossen. Die Mitarbeiter haben ihre Kündigungen bereits erhalten. Hintergrund der Schließung sind vor allem Kostengründe. Nutzer und finanzielle Träger des Bauhofs sind die Gemeinde Damshagen und die Stadt Klütz. Auf sie verteilen sich die jährlichen Kosten von insgesamt 200000 Euro. Zu diesen laufenden Kosten müssten die Gemeinden aber auch Investitionen tätigen. Neue Maschinen müssten her und Baumaßnahmen am Gebäude des Bauhofes wären dringend notwendig.

„Die Gemeinden standen jetzt vor der Wahl erheblich zu investieren. Viele Maschinen sind am Ende“, sagt Bauamtsleiterin Maria Schultz. „Diese Investitionen wollten die Kommunen nicht tätigen.“ In Damshagen wurden auf gemeindeeigenen Flächen Aufgaben wie Müllsammeln, das Mähen von Banketten oder der Winterdienst vom Bauhof erledigt. In Klütz kamen noch besondere Aufgaben, wie die Strandreinigung in Wohlenberg dazu.

Beide Kommunen werden jetzt Privatunternehmen mit diesen Arbeiten beauftragen. Im Februar sollen sie losweise und für jede Kommune speziell ausgeschrieben werden, sagt Maria Schultz. So könnten dann eine Firma mit den jährlichen Mäharbeiten in Damshagen beauftragt werden und eine andere mit dem Winterdienst. Ab dem 1. April sollen sie die Aufgaben des Bauhofs übernehmen. „Zuerst werden wir uns an Betriebe aus der Region wenden, dazu sollen aus den Kommunen auch Vorschläge kommen. Dort kennt man viele Betriebe“, so Schultz.

Sie geht davon aus, dass Klütz und Damshagen die Ausgaben für diese Arbeiten so senken könnten. Unter anderem würde kein pauschaler Betrag mehr berechnet, sondern unterschiedliche Aufgaben würden nach dem Arbeitsaufwand bezahlt. „Allerdings müsste dann Mehrwertsteuer gezahlt werden“, sagt Maria Schultz. Ob es tatsächlich Einsparungen gibt und wie hoch die sein werden, werde sich aber erst nach etwa einem Jahr zeigen.

Die finanzielle Situation der Gemeinde Damshagen und der Stadt Klütz — beide befinden sich in der Haushaltssicherung und müssen jeden Cent umdrehen — war sicher der Hauptgrund, sich gegen den Bauhof zu entscheiden. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Beschwerden über die Arbeit des Bauhofs. So bemängelten Damshagener häufig, dass die Mäharbeiten gar nicht oder nicht ordnungsgemäß erledigt worden seien. In Klütz sollen Geräte eines Spielplatzes schlicht über dem Fundament abgesägt worden sein. Dabei war geplant, sie auf einem anderen Spielplatz wieder aufzustellen. Hinzu kamen immer wieder Wartezeiten, weil Geräte des Bauhofs defekt waren.

Von den sechs Kommunen im Amtsbereich Klützer Winkel haben nur noch Damshagen und Klütz den Bauhof genutzt. Boltenhagen hat den eigenen Bauhof, der der Kurverwaltung unterstellt ist. Die Gemeinden Hohenkirchen und Zierow haben jeweils angestellte Gemeindearbeiter und vergeben schon Aufgaben an Unternehmen oder arbeiten mit Landwirten zusammen.

Die Gemeinde Kalkhorst hat drei fest angestellte Mitarbeiter für die Bauhofarbeiten. „Das ist für mich die beste Lösung. Die Mitarbeiter sind alle aus der Gemeinde und sehr motiviert“, sagt Bürgermeister Dietrich Neick (FWK). „Auch die Einwohner sind sehr zufrieden.“ Kalkhorst habe sowohl den Bauhof in Klütz als auch eine Fremdvergabe der Arbeiten ausprobiert, nachdem Kalkhorst vom Amt Dassow ins Amt Klützer Winkel gewechselt war.

Die Gemein- den standen jetzt vor der Wahl, erheblich zu investieren. Viele Maschinen sind am Ende.“ Maria Schultz, Bauamt

Malte Behnk

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