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Nordwestmecklenburg Bauhof sammelt mehr als sechs Tonnen Silvestermüll ein
Lokales Nordwestmecklenburg Bauhof sammelt mehr als sechs Tonnen Silvestermüll ein
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20:17 09.01.2016
Wer nach dem Feuerwerk die Reste sammelt, hilft dem Bauhof.

Als der Boltenhagener Gerd Nölter am Donnerstag einen Spaziergang am Strand von Boltenhagen machte, ärgerte er sich über eine Strandverunreinigung durch Reste der Silvesterknallerei. Abgebrannte Raketen und Böller hätten bis nach Tarnewitz gelegen, sagt er. Aufgeräumt sei es lediglich im Bereich des Festzeltes von der Silvesterfeier gewesen.

In der Kurverwaltung und beim Bauhof will man diesen Vorwurf so nicht stehen lassen. „Sicher hatte der Bereich der Feier Priorität, damit zum Neujahrsbaden alles aufgeräumt war und sich niemand verletzen konnte“, sagt Katleen Herr von der Kurverwaltung. Am Festzelt bis zur Seebrücke hatten Bauhofmitarbeiter bereits früh am Neujahrsmorgen ab 6 Uhr aufgeräumt. „Auch am 2. Januar haben wir von 6 Uhr bis mittags den Silvestermüll gesammelt“, sagt Bauhofleiter Wilfried Nix. Lediglich am Sonntag hätten die neun Mitarbeiter eine Pause gehabt. Die Wege im Ort und auch der Strand seien in den folgenden Tagen abgesammelt worden. „So weit es ging“, sagt Nix. „Was festgefroren ist, lässt sich schwer entfernen, auch am Strand“, sagt er. Weit mehr als sechs Tonnen Müll von Böllern, Raketen und Knallbatterien seien in der Müllpresse des Bauhofs gelandet, die seit einigen Tagen fast im Dauerbetrieb läuft. „Es ist deutlich mehr Knallermüll, als im vergangenen Jahr“, sagt Nix. Vor allem am Strand habe kaum jemand die Reste seines privaten Feuerwerks zum Jahreswechsel selber eingesammelt. „Wer am Strand geknallt hat, hat alles liegen gelassen“, sagt der Bauhofleiter.

Lobend erwähnt Wilfried Nix den Strandabschnitt in Redewisch. „Schon am 2. Januar hatten dort Leute Flaschen und Müll auf einen Haufen gelegt. So mussten wir nicht jeden Meter absuchen.“

Darüber sind die Bauhofmitarbeiter sicher froh. Sie waren schließlich schon beim Auf- und Abbau für den Wintermarkt und die Silvesterparty eingespannt, haben die Weihnachtsdekoration entfernt und kümmern sich seit gestern auch um den Winterdienst im Ostseebad. „Ich freue mich über Hinweise aus der Bevölkerung“, sagt Wilfried Nix. „Dass wir den Silvestermüll nicht in drei oder vier Tagen weg bekommen, das muss man verstehen.“ Dieses Problem hätten fast alle Kommunen.

mab

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