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Nordwestmecklenburg Bei „Sokoplus“ erhalten Täter ihre Strafe
Lokales Nordwestmecklenburg Bei „Sokoplus“ erhalten Täter ihre Strafe
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20:59 27.01.2018
Revierleiter Jan Reuter, gespielt von Udo Kroschwald, und Gerichtsmedizinerin Dr. Helene Sturbeck (Katharina Blaschke) versuchen im aktuellen Fall „Spurlos“ die Todesumstände des ermordeten Familienvaters zu ergründen. Quelle: Foto: Zdf/marc Meyerbröker
Wismar

„Darin werden die Fälle aus der Serie genauer betrachtet, analysiert und für den Zuschauer verständlich aufgearbeitet beziehungsweise erläutert“, sagt Ralf Grabner von der Berliner Agentur Grabner/Beeck/Kommunikation GbR, die auch die „Soko Wismar“ betreut.

Nach den Kriminalfällen wird im ZDF das Urteil gesprochen / Zuschauer erfahren, wie Staatsanwälte die Taten bewerten.

Am vergangenen Mittwoch hat das ZDF um 18 Uhr die 304. Folge mit dem Titel „Spurlos“ ausgestrahlt Familienvater Ronnie Becker wird ermordet. Nach 45 Minuten und dem Ermittlungserfolg fragen sich viele Zuschauer: Muss der Täter ins Gefängnis? War es vorsätzlicher Mord oder Totschlag im Affekt? Oder kann ein guter Rechtsanwalt sogar einen Freispruch erreichen? Ralf Grabner: „Diese Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Strafe werden in der etwa siebenminütigen Sendung zur Serie beantwortet. Der Zuschauer erhält einen spannenden, abwechslungsreichen und authentischen Nachschlag zu seinem beliebten Format.“ Die nächste Folge läuft am 31. Januar, „Für die Ewigkeit“.

„Sokoplus“ ist im Anschluss in der Mediathek oder im Nachtprogramm zu sehen. Das Format gibt es seit Herbst 2017. Moderiert werden die Folgen von der Juristin Sylvia Walker, auch als Sportmoderatorin beim Sender „Sky“ bekannt. Oberstaatsanwältin Claudia Lange und Rechtsanwalt Carsten Hoenig analysieren die Fälle. Claudia Lange ist neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Staatsanwältin auch als Pressesprecherin für die Staatsanwaltschaft in Schwerin tätig. „Zunächst gefällt mir, dass die dem Zuschauer gebotenen Fälle sofort im Anschluss eine juristische Aufarbeitung erfahren.

Der Zuschauer hat die Möglichkeit, seine eigenen Gedanken und Empfindungen zu dem Gesehenen mit den fachlichen Meinungen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung abzugleichen. Etwas Vergleichbares ist mir aus dem deutschen Fernsehen nicht bekannt“, sagt Lange.

Strafrechtler Carsten Hoenig arbeitet als Anwalt in Berlin. Er meint: „Die Fälle sind sehr realistisch. Sie sind juristisch gesehen sogar hoch komplex. Man glaubt gar nicht, dass diese Vorabend-Krimis so eine hohe Qualität haben.“

„Sokoplus“ ist dem ehemaligen Format „Der Staatsanwalt hat das Wort“ ähnlich. Die Fernsehspiel-Reihe des Deutschen Fernsehfunks beziehunsgweise des Fernsehens der DDR wurde von 1965 bis 1991 produziert. 140 Folgen wurden ausgestrahlt. Staatsanwalt Dr. Peter Przybylski leitete mit einigen Worten die Krimihandlung ein, am Ende kommentierte er die Taten und verkündete das Urteil.

Zu sehen

„Sokoplus Wismar“ wurde am Donnerstag, 25. Januar, im Anschluss an die Wiederholungsfolge von „Soko Wismar“ um 3.30 bis 3.35 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Außerdem kann man sich die Folge in der Mediathek ansehen.

Die Krimifolgen „Soko Wismar“ zeigt das ZDF mittwochs ab 18 Uhr, die Wiederholung läuft Donnerstag ab 2.45 Uhr sowie in der Mediathek.

 Heiko Hoffmann

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