Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Besuch aus dem Land der Pharaonen
Lokales Nordwestmecklenburg Besuch aus dem Land der Pharaonen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:22 20.02.2016
Danny Zepuntke (l.) und Holger Hempel (r.) treffen sich gerne mit dem ägyptischen Geschäftsmann Walid Achmed. Quelle: Maik Freitag

Vielen sind die Ausschreitungen auf dem Kairoer Tharirplatz, dem Platz der Befreiung, vor einigen Monaten allgegenwärtig. Viele Urlauber verzichten aufgrund der scheinbar unsicheren Lage auf einen Urlaub in Ägypten. Doch der 42-jährige Ägypter und Geschäftsmann Walid Achmed sieht das ganz anders, wohnt selbst im Ferienort Hurghada und ist mit dem Grevesmühlener Geschäftsmann und in Wakenstädt bei Gadebusch lebenden Danny Zepuntke sowie dem Gadebuscher Holger Hempel seit einiger Zeit befreundet. Jetzt besuchte er die beiden.

„Was die Medien aus Kairo übermittelten, ist in den Ansätzen vielleicht richtig, doch mittlerweile ist die Lage sehr entspannt. Das Militär und die Polizei ist immer und überall präsent. Die Lage ist sehr sicher", erklärte Walid Achmed. Für ihn selbst sei die derzeitige Situation sehr zufriedenstellend, denn er könne praktisch in der ganzen Welt Geschäfte machen. Der 42-Jährige hat in Alexandria studiert und ist ein Geschäftsmann durch und durch. Der Handel mit Hydraulikschläuchen in vielen Bereichen wie Medizin oder Ölhandel beschäftigt ihn derzeit genauso wie der Handel mit Holz oder Kopierer.

„Meine Familie und ich machen oft Urlaub in Hurghada. Wir vermieten dort eine kleine Ferienwohnung. Irgendwann lernten wir Walid am Strand kennen“, berichtete Danny Zepuntke. Daraus wuchs eine Freundschaft, die jetzt in einem Besuch in Norddeutschland gipfelte.

„Klar ist er auch hier, um Geschäfte zu machen. Für ihn geht es von hier weiter nach Italien, wo er weitere Geschäftsleute trifft“, erzählte der Wakenstädter. „Ich nutze die Gunst der Stunde. Wenn ich ein Geschäft sehe, versuche ich, das zu machen“, sagte Walid Achmed, dessen Handy selbst beim dreitägigen Besuch in Gadebusch und Grevesmühlen nicht eine Minute ruhig blieb.

„Vielleicht verstehen wir uns deshalb so gut. Denn etwas verrückt sind wir ja alle", erklärte Holger Hempel. Er stellt in Gadebusch ebenfalls viel auf die Beine und ist unter anderem Inhaber des restaurierten Gadebuscher Bahnhofes mit Gaststätte.

Doch auch für Walid Achmed ist es zuhause am schönsten. Deshalb zieht es ihn und seine russische Frau immer gerne in den Ferienort Hurghada zu seiner Familie.

„Der Strand und die Leute sowie das Nachtleben sind toll dort. Von Krieg ist dort nichts zu merken", erzählte der Ägypter. Walid Achmed bittet alle Deutschen, sich irgendwann selbst davon zu überzeugen, dass sein Heimatland Ägypten, wie er sagt, auch nach tausenden Jahren eindrucksvoller Geschichte immer noch eine Reise wert ist.

Auswärtiges Amt rät zu Vorsicht

Bei Reisen nach Ägypten einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer mahnt das Auswärtige Amt generell zu Vorsicht. Es erläutert: „Demonstrationen und Menschenansammlungen, insbesondere vor religiösen Stätten, Universitäten und staatlichen Einrichtungen, sollten unbedingt gemieden werden.“ Zwar würden Aufenthalte in Ägypten für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Urlaubsreisenden ohne Probleme verlaufen, aber für einige Regionen gelten Teilreisewarnungen. Das Auswärtige Amt rät von Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung dringend ab. Außerdem betont es: „Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird dringend gewarnt.“

Maik Freitag
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Traditionell wird die erste Ausstellung des Kunstvereines Wiligrad im neuen Jahr mit Plakaten bestückt. „Wiligrad grüßt Willisau“ lautete das Motto.

20.02.2016

Die Ukrainerin Anastasiya Nesterova präsentiert in Wismar Farbholzschnitte und Malerei.

20.02.2016

Grevesmühlens Brandschützer erhalten für 370000 Euro ein Einsatzfahrzeug.

20.02.2016
Anzeige