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Nordwestmecklenburg Bewährungsstrafe für Lübecker Jachthafen-Investor Ivanschitz
Lokales Nordwestmecklenburg Bewährungsstrafe für Lübecker Jachthafen-Investor Ivanschitz
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14:09 08.01.2013
Die insolvente Ferienanlage Marina Hohen Wieschendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg). Jetzt erging das Urteil gegen den früheren Investor von Hohen Wieschendorf wegen Subventionsbetrugs in Millionenhöhe. Quelle: dpa

Der frühere Investor des Jachthafens Hohen Wieschendorf bei Wismar ist am Freitag vom Landgericht Schwerin wegen Subventionsbetruges zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 60 Jahre alte Iwanschitz soll beim Bau der Marina an der Wismar-Bucht Fördermittel in Höhe von 1,43 Millionen Euro zu Unrecht erlangt haben. Das Urteil in dem nach sechs Jahren neu aufgerollten Prozess entspricht den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Das Strafmaß war von den Prozessbeteiligten gegen ein glaubhaftes Geständnis des Angeklagten vereinbart worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein erster Prozess war 2006 nach einjähriger Verhandlung wegen einer Herzerkrankung Iwanschtz' abgebrochen worden. Bis dahin hatte er den Vorwurf bestritten. Der Lübecker Kaufmann hatte mit einem Mitarbeiter Berichte für das Landesförderinstitut in Schwerin gefälscht, um Subventionen für nicht förderfähige Ferienwohnungen zu erschleichen. Der zweite Mann, zuständig für die Beschaffung von Fördermitteln, war wegen Subventionsbetrugs schon 2006 zu einer zweijährigen Strafe auf Bewährung verurteilt worden.

Das Gericht rechnete laut Urteilsbegründung dem 60-Jährigen das Geständnis hoch an. Damit sei das Verfahren erheblich abgekürzt worden. Zu seinen Lasten habe die Wirtschaftsstrafkammer die einschlägige Vorstrafe gewertet. Iwanschitz war 1995 wegen Subventionsbetruges zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Jachthafen samt Restaurant und Ferienwohnungen war nicht fertiggestellt worden, fand nach mehreren Bieterverfahren Ende 2011 aber endlich einen neuen Besitzer und ist in diesem Frühjahr offiziell eröffnet worden. Die Ferienwohnungen sind noch nicht nutzbar.

In einem Jahre dauernden Zivilprozess entschied zudem das Rostocker Oberlandesgericht 2010 in letzter Instanz, dass der Investor die gesamten ausgereichten Fördermittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro an das Land zurückzahlen muss. Das Land hat bereits Immobilien und Gemälde aus dem Privatbesitz des 60-Jährigen beschlagnahmt, die zwangsversteigert werden sollen.

LN

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