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Nordwestmecklenburg Bewegende Trauerfeier für Erhard Bräunig
Lokales Nordwestmecklenburg Bewegende Trauerfeier für Erhard Bräunig
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20:22 14.08.2015
Erhard Bräunig (†)

Mit einer großen Trauerfeier ist gestern Nachmittag in der Nikolaikirche in Grevesmühlen Erhard Bräunigs gedacht worden. Mehr als 400 Trauergäste erwiesen ihm die letzte Ehre, darunter Landwirtschaftsminister Till Backhaus, Finanzministerin Heike Polzin, Sozialministerin Birgit Hesse, der ehemalige Wirtschaftsminister Otto Ebnet, die ehemalige Finanzministerin Sigrid Keler, Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, der Bundestagsabgeordnete Frank Junge (alle SPD), Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (parteilos) und der Vorsteher des Amtes Grevesmühlen-Land, Peter Koth (CDU). Kerstin Weiss (SPD), Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg, hatte ihre Urlaubsreise unterbrochen, um bei der Trauerfeier zu Ehren des ehemaligen Landrates dabei zu sein.

Erhard Bräunig war vor einer Woche bei einem Verkehrsunfall bei Neu Degtow ums Leben gekommen.

Neben dem Sarg aus hellem Eichenholz stand ein Foto des anerkannten und von vielen geachteten Mannes, wie ihn Pastorin Maria Harder in ihrer Trauerrede beschrieb. Das Bild zeigte ihn, wie er vielen in Erinnerung bleiben wird: sein Kopf auf die linke Hand gestützt, nachdenklich, um im nächsten Moment die zündende Idee für maßgebliche Veränderungen zu präsentieren — oftmals mit dem Herz auf der Zunge. Der Naschendorfer hatte eine offene, aber mitunter auch eine kantige Art, mit der sich der vierfache Vater und dreifache Opa nicht nur Freunde machte. Er sagte, was er dachte, nahm kein Blatt vor dem Mund. Als Landrat, Landtagsabgeordneter und Kommunalpolitiker — zuletzt Bürgermeister in der Gemeinde Plüschow — hat der 69-Jährige viel bewegt. Parteikollegen sprechen mit Respekt und Achtung über ihn.

Engagiert hat er sich nicht nur in der Politik. Zuletzt hat er ehrenamtlich Asylbewerbern in Grevesmühlen Deutschunterricht gegeben. Einige wohnten gestern der Trauerfeier in der Kirche ebenfalls bei.

Pastorin Maria Harder habe ihn bei einer Gelegenheit kennenlernen dürfen, bei einer Veranstaltung in seiner Gemeinde, wie sie in ihrer Trauerrede sagte. „Ich habe ihn erlebt, wie ihn mir die Familie beschrieben hat.“

Erhard Bräunig liebte die Familie, war immer auf Zusammenhalt bedacht, er liebte den Sport, sein Rennrad. Dann die Fahrt auf der B105, dann der Zusammenprall mit einem VW Bus, dann der Tod. Für viele — vor allem für seine Ehefrau Susanne, ihre mit in die Ehe gebrachte Tochter Anna, für den gemeinsamen Sohn Friedrich und für seine Kinder Birka, Christoph und Johannes — unfassbar, unwirklich, unbegreiflich. Erhard Bräunig hätte im November seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Jana Franke

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