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Nordwestmecklenburg Boltenhagen: Kein Fortschritt beim Verkehrskonzept
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagen: Kein Fortschritt beim Verkehrskonzept
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14:35 25.07.2016

Das Ostseebad Boltenhagen kommt beim Thema Verkehrskonzept nicht voran. Am Donnerstagabend haben die Gemeindevertreter die Angelegenheit zurück in den Bauausschuss verwiesen. Es geht um ein Vorwegweiser-System in Klütz an der Kreuzung Boltenhagener Straße/Wismarsche Straße sowie an den Kreisverkehren an der katholischen Kirche und am Eulenkrug. Es soll dafür sorgen, dass der Autoverkehr im Ortskern des Ostseebades reduziert wird. Diesbezüglich hatte der Einwohner Jürgen Schossow mehreren Gemeindevertretern per Schreiben vorgeschlagen, nicht die Boltenhagener Ortsteile Tarnewitz oder Redewisch auszuschildern, sondern mit den Begriffen Boltenhagen West und Ost zu arbeiten.

Die Gemeindevertreter haben das Thema zurück in den Bauausschuss verwiesen.

„Wir haben im Bauausschuss viel und lange darüber diskutiert“, berichtete Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). Er ist Befürworter der Idee. Als Vorbild habe Jürgen Schossow das Ostseebad Kühlungsborn gedient. Hier funktioniere das Verkehrssystem mit den ausgeschilderten Ortstiteln Ost und West seit Jahren gut. Doch Gemeindevertreter Michael Steigmann (Die Linke) setzte genau da seine Kritik an. „In Kühlungsborn ist dieses System historisch gewachsen. Doch wir in Boltenhagen waren nie Ost und West“, erklärte er. Der Bürgermeister ist derweil der Meinung, „dass daraus vielleicht auch in Boltenhagen eine Tradition erwachsen könnte.“

Auch andere Gremiumsmitglieder sind nicht abgeneigt. „Nach den Änderungen bei den Straßennamen ist es ohnehin nicht mehr sinnvoll, mit Tarnewitz oder Redewisch auszuschildern“, meinte Mirko Klein (CDU). Da mittlerweile überall Boltenhagen als Anschrift angegeben werde, würden Urlauber bei der Anfahrt auch danach Ausschau halten. Beatrix Bräunig (SPD) stimmte Klein zu. „Die Ausschilderung sollte so klar wie möglich sein, damit die Anreisenden beim Fahren alles schnell erfassen können.“

Zu einer Entscheidung konnte sich die Gemeindevertretung dennoch nicht durchringen. „Wir sollten keinen Schnellschuss machen. Wir teilen den Ort damit für alle Zeiten in Ost und West“, gab Hans-Otto Schmiedeberg (CDU) zu bedenken. Er schlug vor, das Konzept im Bauausschuss noch einmal durchzusprechen. Sein Antrag wurde angenommen.

Daniel Heidmann

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