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Nordwestmecklenburg Boltenhagen: Rettungstürme sind besetzt
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagen: Rettungstürme sind besetzt
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20:40 31.05.2018
Rettungsschwimmer Michael Hink (links) und Jochen Theis vor ihrem Rettungsturm am Strand von Boltenhagen. Quelle: Foto: Dirk Hoffmann
Boltenhagen

Offiziell beginnt der Sommer zwar erst in wenigen Tagen. Viel Sonne und Temperaturen jenseits der 20 Grad Celsius machen aber schon jetzt jede Menge Lust auf das Vergnügen im Wasser. So auch im Ostseebad Boltenhagen, wo bereits viele ein kühles Bad in der Ostsee nahmen.

Regelmäßig wird der Strand von Seegras befreit. Quelle: Foto: Annett Meinke

„Das Wetter ist doch toll“, schwärmt Sybille Hink. Denn für den Mai schon mit soviel Sonne und höheren Temperaturen verwöhnt zu werden, darüber könne man sich nicht beklagen. Dass viele trotz oft noch kühlerem Wasser bereits baden, könne sie auch sehr gut verstehen. Sybille Hink ist eine von mehreren Rettungsschwimmern der DLRG, die ein wachsames Auge auf den Strand und das Wasser haben.

„Bislang ist es hier sehr ruhig geblieben“, erklärt ihr Mann Michael Hink und blickt auf die ersten Tage nach dem Start in die diesjährige Badesaison zurück. Bis dato hatte es noch keine Urlauber gegeben, die sich zum Beispiel zu weit hinauswagten. Aber Zwischenfälle, wo Eltern ihre Kinder oder umgekehrt Kinder ihre Eltern suchten, hat es gegeben. Sie bleiben bei den vielen Menschen nicht aus, wo es gerade über Pfingsten aufgrund des schönen Wetters bereits viele an den Strand nach Boltenhagen zog. Mit Kindersuchbändern steuert die DLRG dagegen. Denn auf der Innenseite dieser Bänder befindet sich eine Nummer. Sucht ein Kind dann seine Eltern, braucht es nur zum nächsten Rettungsschwimmer zu gehen, der dann die Eltern informiert. Auch das trägt zur allgemeinen Sicherheit am Strand bei und sorgt mit für ein unbeschwertes Badevergnügen.

Apropos Bedingungen: Am kommenden Freitag, 8. Juni, wird Boltenhagen erneut die Blaue Flagge erhalten, das offizielle Gütesiegel für sehr gute Wasserqualität. Und damit es auch an der Wasserkante sauber bleibt, wird der Strand regelmäßig von Seegras befreit. Dank der Strandaufspülung vor wenigen Jahren verfügt Boltenhagen über einen der schönsten Strände entlang der Ostseeküste.

Während die Sicherheit der Badegäste gewährleistet ist, warten die Rettungsschwimmer nach wie vor auf ihre neuen Türme. Die sollen im Zuge des Baus der Dünenpromenade errichtet werden, ebenso wie die neuen Hütten für die Strandkorbvermieter. Ursprünglich sollten die Arbeiten für die Promenade im Jahr 2017 beginnen, doch Proteste der Promenaden-Gegner haben das bislang verhindert. Derzeit steht die Gemeinde in Kontakt mit dem Wirtschaftsministerium, um die entsprechenden Förderanträge zu bearbeiten. Die Investition soll sich auf etwa fünf Millionen Euro belaufen.

Hintergrund

Von Boltenhagen bis Usedom

und an den Binnengewässern

stehen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) etwa 80 Rettungstürme zur Verfügung.

Die Hauptsaison läuft von Juli bis August. Dennoch arbeiten bereits etwa 1500 Wasserretter an den Stränden.

Wer sicher baden möchte, sollte

dies zwischen 9 und 18 Uhr tun. Dann sind die Rettungstürme

besetzt, zu erkennen an einer gelb-

roten Flagge. Bei einer gelben Flagge ist Vorsicht geboten. Schwimmanfänger oder weniger versierte Schwimmer sollten das Wasser meiden. Denn Wind und Strömung bergen Gefahren. Bei einer roten Flagge ist das Baden ausdrücklich verboten.

Vorsicht: Starke Strömungen können die Schwimmer mitreißen. Verboten ist auch das Schwimmen zwischen schwarz-weiß karierten Flaggen.

Sie kennzeichnen einen Bereich

für Wassersportgeräte.

Dirk Hoffmann und Michael Prochnow

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