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Nordwestmecklenburg Boltenhagen wirbt in der Lutherstadt
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagen wirbt in der Lutherstadt
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21:12 28.06.2017

Mitten auf dem Marktplatz der Lutherstadt Wittenberg steht ein neuer Strandkorb mit weiß-blauem Verdeck. Er wirbt für das Ostseebad Boltenhagen mit den Farben von Meer, Himmel und Strand. Ein Hingucker und Anziehungspunkt für viele Besucher der Weltausstellung zum 500. Jubiläum der Reformation, die vom 20. Mai bis 10. September in der Lutherstadt zelebriert wird. Zur Erinnerung: Martin Luther nagelte der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine berühmten 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche. Darin setzte er sich mit Missständen in der katholischen Kirche auseinander. Diese Geburtsstunde der evangelischen Kirche wird in Wittenberg gefeiert.

Pastorin Pirina Kittel, ihr Ehemann Holger und Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl (v.l.) freuen sich in Wittenberg über den Strandkorb mit Beschriftung der Nordkirche und des Ostseebades. Quelle: Foto: Privat

Passanten verweilen am Strandkorb, schauen sich das Info-Material an, das dort in kleinen Körben am Strandkorb hängt: Informationen zur Nordkirche und das Gastgeberverzeichnis mit Imageteil des Ostseebades Boltenhagen, das den Strandkorb gesponsert hat. Sie machen Fotos und kleine Video-Schnipsel.

„Wir können hier sehr viele Menschen erreichen und für unseren Urlaubsort begeistern“, sagt Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl, die kürzlich mit Pastorin Pirina Kittel aus dem Klützer Winkel nach Wittenberg gereist war.

Viele internationale Gäste besuchen die Lutherstadt in diesem Jahr und setzen sich auch in die Strandkörbe. Wie Claudia Hörl und Pirina Kittel waren viele Sponsoren der Einladung der Nordkirche gefolgt, um sich selbst davon zu überzeugen, wie gut die Strandkorb-Aktion angenommen wird. „So wie auf dem Strandkorb das Ostseebad Boltenhagen und die Nordkirche gemeinsam werben, arbeiten wir auch sonst gerne zusammen“, sagt die Kurdirektorin und nennt die Lange Nacht der Kunst, viele Konzerte in Boltenhagens Kirche und den Seebrückengottesdienst im Ostseebad als Beispiele.

Die Nordkirche – das sind die evangelischen Kirchen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – präsentiert sich auf der Weltausstellung zur Reformation in Wittenberg mit 32 Strandkörben, die über die ganze historische Altstadt – Zentrum des Geschehens – verteilt sind. Gesponsert wurden sie – Stückpreis der Neuanfertigung: 1500 Euro – von Urlaubsorten und Urlaubsregionen vor allem an der Nord- und Ostseeküste. Aus dem Bereich des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder machen Kühlungsborn und Boltenhagen bei der Aktion mit. Auch Rostock ist mit einem Korb vertreten.

„Die Nordkirche bringt mit dieser schönen Aktion die Kurverwaltungen und Kirchen näher zusammen“, lobt Pirina Kittel die gemeinsame Werbeaktion. Auch viele internationale Gäste der Lutherstadt hat sie in den Strandkörben gesehen. „Ich weiß aber noch nicht, ob dadurch auch mehr internationale Gäste nach Boltenhagen kommen“, sagt die Pastorin.

Sie weiß aber, dass es Urlaubern an der Ostsee durchaus wichtig ist, dass eine Kirche im Ferienort ist. „Das zeigen uns unter anderem die Einträge im Gästebuch der täglich geöffneten Kirche“, sagt sie. „Im Urlaub unternimmt man außerdem oft Dinge, die man Zu Hause nicht macht. Dazu gehört auch der Gottesdienst am Sonntag.“ So steigert sich die Zahl der Gottesdienstbesucher in der Urlaubszeit in Boltenhagen deutlich. „Am vergangenen Sonntag waren 100 Besucher im Gottesdienst. Das ist dann fast so wie an Weihnachten“, sagt Kittel.

Die Pastorin ist froh, dass die Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum in Wittenberg und der Besuch der Lutherstadt zu einem engeren Kontakt mit Boltenhagens Kurdirektorin geführt hat. „Das möchte ich gerne ausbauen. Schön wäre es, wenn wir auch in Boltenhagen später gemeinsame Aktionen machen könnten, bei denen der Strandkorb dann auch als Anziehungspunkt dient“, sagt die Pastorin.

Infos im Strandkorb

32 Strandkörbe von Nord- und Ostsee hat die Nordkirche in Kooperation mit Urlaubsorten in Wittenberg aufstellen lassen.

Damit soll auch erklärt werden, wie die Reformation überhaupt in den Norden gekommen ist. In den Strandkörben liegt ein Heft, „Reformation im Norden“, aus. Darin wird beschrieben, dass es Luthers Freunde und Schüler waren, die seine Gedanken übersetzt und die Reformation bis nach Greifswald, Hamburg, Lübeck, sogar bis Kopenhagen getragen haben.Infos zum Reformationsjubiläum in Wittenberg gibt es im Internet auf: www.lutherstadt-wittenberg.de/luther-2017

Lutz Werner und Malte Behnk

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