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Nordwestmecklenburg Boltenhagener Querung birgt Gefahren
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagener Querung birgt Gefahren
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22:15 20.09.2013
Der Fuß- und Radweg am Dünenweg von Boltenhagen endet am Redewischer Bach auf einer Seite und wird gegenüber fortgesetzt. Quelle: Foto: Ulrike Oehlers

Dr. Gernot Steinhilper aus dem niedersächsischen Bredenbeck macht seit einigen Monaten regelmäßig Urlaub in Boltenhagen. Bei diesen Gelegenheiten beobachtet er mit Sorge die Verkehrsführung am Dünenweg des Ostseebades. Die Ferienwohnung, die er im vergangenen Jahr erwarb und seit Jahresbeginn regelmäßig nutzt, befindet sich in der Anlage „Düne 21“. Von dort aus habe er gesehen, „wie Fußgänger und Fahrradfahrer in Gefahr gerieten, als sie den Dünenweg überqueren wollten“, schilderte er dem Amt Klützer Winkel in einem Schreiben.

Auf der Höhe des Redewischer Bachs müssen Fußgänger und Radfahrer, die aus Redewisch kommen, die Seite wechseln, da ihr Weg an dieser Stelle endet. Umgekehrt verhält es sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort müssen Passanten aus Boltenhagen kommend die Straße queren. Steinhilper spricht von einer „Zwangsquerung“ , die aus seiner Sicht aus zwei Gründen gefährlich ist:

„Die Autofahrer kommen von beiden Seiten teilweise mit deutlich mehr als 50 Stundenkilometern Geschwindigkeit auf die Überquerungsstelle zu. Radfahrer und Fußgänger, dabei oft auch Kinder, müssen in beiden Richtungen den Dünenweg überqueren, ohne dass sie vorher darauf hingewiesen werden und ohne durch einen Zebrastreifen ,geschützt‘ zu sein.“

Er habe schon oft Reifen quietschen und Radfahrer aufschreien gehört, diese sogar schon stürzen sehen. Wegen des abfallenden Geländes erreichten Radler häufig mit unverminderter Geschwindigkeit die Querungsstelle und könnten nur mit Mühe rechtzeitig halten und ihre Kinder entsprechend steuern. „Die Autofahrer ihrerseits sehen sich im Recht und lassen nach unseren Beobachtungen Fußgänger und Radfahrer nicht queren, auch wenn auf beiden Seiten manchmal bis zu 15 Personen stehen“, beschreibt er. Auf diese Lage weise er hin, denn „wenn ein Unfall passiert, würde ich mir sonst Vorwürfe machen“.

Auch Karin und Manfred Braun aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen kennen die Problematik. Sie machen derzeit zum fünften Mal Urlaub in Boltenhagen und spazieren auch diesmal mit ihrem Hund wieder regelmäßig den Dünenweg des Ostseebades entlang. „Das hier ist wirklich eine gefährliche Stelle, vor allem, wenn hier viel Verkehr ist“, bestätigt Manfred Braun.

Gernot Steinhilper, der als Rechtsanwalt tätig ist, schlägt zwei seiner Ansicht nach einfache Maßnahmen vor: einen Zebrastreifen an der Überquerungsstelle sowie ein Tempo-30-Schild, das bereits vor der Kurve aus Richtung Boltenhagen kommend angebracht werden sollte „und nicht erst 200 Meter nach der Überquerungsstelle auf dann freier Strecke“, wie er schreibt.

Maria Schultz, Fachbereichsleiterin Bau- und Ordnungswesen im Amt Klützer Winkel, teilte mit, dass für kommenden Montag ein Vor-Ort-Termin vorgesehen sei, an dem Vertreter des Amtes sowie der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises teilnehmen.

Ulrike Oehlers

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