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Nordwestmecklenburg Boltenhagener enttäuscht: Viele Bauprojekte stocken
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagener enttäuscht: Viele Bauprojekte stocken
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20:16 13.09.2013

Christiane Meier, Mitglied des Finanzausschusses der Gemeinde Boltenhagen, kritisierte bei der Sitzung des Gremiums das Amt Klützer Winkel. Eine Vertreterin der Amtsverwaltung nahm an der Sitzung teil, bei der es um den Abarbeitungsstand der für 2013 vorgesehenen Investionen gehen sollte. Sie erklärte jedoch, dass sie selber die Aufstellung nicht erarbeitet habe und sie deshalb auch keine weiteren Auskünfte erteilen könne. „Das sind wir in Boltenhagen nicht gewohnt“, sagte Christiane Meier. „Wenn es um Investitionen geht, hat der zuständige Sachbearbeiter hier Rede und Antwort zu stehen.“ Der Ausschussvorsitzende Hans-Otto Schmiedeberg (CDU) hatte zuvor erläutert, dass sich der Ausschuss eine Übersicht verschaffen wollte, ob beschlossene Investitionen auch tatsächlich umgesetzt werden. Denn das sei in den vergangenen Jahren nicht so gut gelaufen, sagte er.

Christiane Meier kritisierte auch die vage Angabe aus der Verwaltung, dass für den vorgesehenen Bau einer Garage für die freiwillige Feuerwehr jetzt erst die Ausschreibungen vorgesehen seien. „Das ist schon wer weiß wie lange geplant“, sagte sie. Schmiedeberg erklärte, dass die Gemeindevertreter zunächst einen Sperrvermerk für diese Ausgabe beschlossen hatten. Aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit ist für die Garage eine aufwändige Gründung erforderlich, deren Kosten „exorbitant“ seien. Silke Plieth (parteilos) ergänzte: „Wir als Gemeindevertreter haben es zunächst auf Eis gelegt.“ Mittlerweile ist der Sperrvermerk aufgehoben.

Am schlechten Zustand der Tarnewitzer Chaussee wird sich offenbar vorerst nichts ändern. „Eine Zuwendung ist nicht in Aussicht. Damit ist die Sache für dieses Jahr wohl erledigt“, kommentierte Schmiedeberg die Angaben aus der Amtsverwaltung. Auch die Erschließung des Mariannenwegs werde 2013 nicht mehr zu realisieren sein, da noch die Genehmigung des Landkreises ausstehe. Silke Plieth wollte sich damit nicht zufrieden geben. „Da sollte unser Bauamt beim Landkreis massiv Druck machen. Es ist doch nur ein kleines Stück von der Einfahrt an der Ostseeallee bis zum Parkplatz. Das könnte man auch im November noch machen“, sagte sie. Schmiedeberg regte an, dies dem Amt so zu „signalisieren“.

Das Thema „Regenentwässerung für Wichmannsdorf“ bezeichnete der Ausschussvorsitzende als „noch nicht abgeschlossen“ und verwies auf die noch laufende „Diskussion mit den Anwohnern und dem Zweckverband“. Letzterer habe eine weitere „Untersuchung im Nachgang getätigt, aber die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor. Ohne Ergebnis zu bauen, geht meistens schief“.

Ulrike Oehlers

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