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Nordwestmecklenburg Boltenhagens Müllproblem bleibt weiterhin ungelöst
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagens Müllproblem bleibt weiterhin ungelöst
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23:33 06.11.2013
An der Ostseeallee in Boltenhagen verderben gelbe Säcke sowie Müllcontainer oft den Eindruck, den Urlauber vom Ostseebad gewinnen. Vor allem Gewerbetreibende stellen den Müll zu früh an die Straße. Quelle: privat
Boltenhagen

Das Problem ist alt, eine Lösung in Arbeit. Damit beschwichtigte Katrin Pardun, Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Klützer Winkel, jedenfalls Thomas Neuffer, als der sich über das Müllproblem an der Ostseeallee in Boltenhagen beklagte. Dort liegen manchmal mehrere Tage lang Säcke voller Müll am Straßenrand, weil sie zu früh herausgestellt wurden, insbesondere von Gewerbetreibenden.

Der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) pflichtete dem Immobilien-Makler aus dem Ostseebad bei. „Oft wird der Müll schon Tage vor der Abfuhr herausgestellt, obwohl die Satzung des Landkreises eindeutige Regelungen trifft“, sagte er. „Der Müll darf erst am Vorabend rausgestellt werden, aber daran halten sich viele nicht.“ Eine eigene Satzung der Gemeinde sei in Arbeit, aber diese müsse mit der Kreissatzung übereinstimmen.

Katrin Pardun ergänzte: „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Landkreis, aber es besteht noch so großer Abstimmungsbedarf, dass noch nichts beschlussreif ist.“ Schmiedeberg hingegen versprach, dass noch „vor der Saison 2014“ etwas geschehen werde. Eine Satzung käme zur Feinabstimmung zunächst in den Bauausschuss, „da können sich die Bürger gerne beteiligen. Das geht auch per E-Mail an mich“.

Außer denen, die ihre Müllsäcke und Container zu früh auf die Straße schöben, seien alle mit der Situation unzufrieden, erklärte Schmiedeberg. Auch für den Sperrmüll müsse eine Regelung getroffen werden.

Neuffer regte Ordnungsgelder für die betreffenden Gewerbetreibenden an und hob lobend das Seehotel „Großherzog von Mecklenburg“ hervor, das nie gelbe Säcke auf die Straße stelle. „Das Seehotel entsorgt auf dem eigenen Grundstück. Es ist mit gutem Beispiel vorangegangen“, sagte er und kritisierte hingegen Restaurant und Imbiss „Zur Düne“.

Eigentümer Wolfgang Seidel, der für das Bürgerforum Boltenhagen (BfB) auch in der Gemeindevertretung sitzt, verteidigte seine Pächter: „Seit der Goethehain so verkleinert wurde, dass kein Lkw mehr durchpasst, stellen wir den Müll auf die Straße. Wo sollen wir sonst damit hin?“

uo

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