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Nordwestmecklenburg Bothmer-Apfelsaft aus Klützer Mosterei
Lokales Nordwestmecklenburg Bothmer-Apfelsaft aus Klützer Mosterei
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20:21 06.09.2013
Der Apfelsaft wird in einigen Läden rund um Klütz erhältlich sein.

Alles begann mit den Schafen von Johann Volk und Ana Sojor. Als das Paar im Februar 2012 nach Klütz zog, mussten die Tiere erst einmal anderweitig untergebracht werden: zunächst bei einem Bekannten, anschließend im ehemaligen Küchengarten von Schloss Bothmer. Johann Volk holte sich hierfür beim Eigentümer, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, grünes Licht — und entdeckte das Potenzial des Geländes.

„Im Küchengarten stehen knapp 200 Obstbäume“, berichtet er. Diese gaben den Anstoß für die Mosterei, mit der er Anfang des Monats in der alten Molkerei von Klütz gestartet ist. Hier entsteht sowohl Apfelsaft für den Verkauf im Handel oder an Partner-Hotels als auch solcher für den Privatbedarf von Kunden, die ihr eigenes Obst mitbringen. Platz für die Mosterei gab es genug. „La Lecheria“ haben er und seine Frau den großen Gebäudekomplex an der Straße in Richtung Lübeck genannt, in dem sie bereits unter anderem zwei Galerien und ein Tanz-Studio etabliert haben. In der ehemaligen Verwalterwohnung der Molkerei leben sie selber mit ihrem siebenjährigen Sohn Rafael.

Das kellerartige Erdgeschoss war bisher ungenutzt. Hier steht nun eine Presse mit Obstwaschanlage, in der die Früchte mit Hochdruck gereinigt und dann zu Mus verarbeitet werden. Wie Johann Volk erklärt, könne die Maschine auch Kirschen oder Pflaumen verwerten. Die Presse macht das Mus zu Saft, der anschließend im Pasteurisator haltbar gemacht wird.

Die drei Maschinen sind nagelneu. „Das Ganze ist ein Familienbetrieb, den ich zusammen mit meinem Schwager Christoph Nickel führe. Inklusive Umbau haben wir rund 50 000 Euro investiert“, erzählt Johann Volk .

Vorerst geht es darum, die Flaschen mit dem selbstgepressten Apfelsaft auf den Markt zu bringen. Mit den Märkten Markant in Boltenhagen und Konsum in Kalkhorst sei er im Gespräch, berichtet der 57-Jährige. Der Bioladen in Damshagen habe bereits seine Bereitschaft zur Kooperation bekundet, ebenso wie das Seehotel „Großherzog von Mecklenburg“ in Boltenhagen. Auch der Lebensmittelmarkt in Klütz stehe dem Vorhaben offen gegenüber.

In näherer Zukunft will er einen Teil der Räume in einen Weinkeller verwandeln — „mit Tanks, in denen das gemostete Obst vergoren wird, um Obstbrand zu machen“, beschreibt er. „Wir wollen Cidre aus Äpfeln und Birnen herstellen.“

uo

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