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Nordwestmecklenburg Buch über Tote an der Grenze
Lokales Nordwestmecklenburg Buch über Tote an der Grenze
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18:12 03.06.2017
DDR-Grenzer tragen Peter Fechter, der 1962 beim Fluchtversuch angeschossen wurde. Er starb wenig später an den Verletzungen. Quelle: Foto: Ap
Schlagsdorf

Im Grenzhus in Schlagsdorf werden am Sonntag, 25. Juni, ab 11 Uhr zwei Fachleute, Jochen Staadt und Jan Kostka von der Freien Universität Berlin, das gerade erschienene biografische Handbuch „Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989“ vorstellen. Grenzhusleiter Andreas Wagner erläutert: „Das Handbuch gibt zum ersten Mal einen wissenschaftlich fundierten und umfassenden Überblick zu den Todesopfern an der innerdeutschen Grenze.“ Dabei würden die Biografien der Getöteten recherchiert, um an diese Schicksale zu erinnern. Aber auch getötete Angehörige der DDR-Grenztruppen sind im Handbuch dokumentiert. „Damit liegt ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung über ein schmerzhaftes Kapitel der Grenzgeschichte endlich vor“, erklärt der Leiter des Informations- und Dokumentationszentrums. In Schlagsdorf werden Jochen Staadt und Jan Kostka vom Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin auch einige regional bezogene Ergebnisse vorstellen.

Für Sonnabend, 24. Juni, bereitet das Grenzhus in Zusammenarbeit mit der Tourist-Information Ratzeburg eine Radtour zur Geschichte der innerdeutschen Grenze vor. Sie führt von Ratzeburg nach Schlagsdorf wieder zurück in die Domstadt. Start ist um 13 Uhr vor dem Rathaus. Anmeldungen für die Radtour nimmt die Tourist-Information Ratzeburg unter ☎ 04541/ 8000886 an.

Bis 27. Juli zeigt das Grenzhus die Sonderausstellung „Geschleifte Dörfer und Häuser an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Eine Spurensuche zwischen Ostsee und Elbe“.

Geöffnet ist das Grenzhus Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 16.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt vier Euro.

jl

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