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Nordwestmecklenburg Bürgerwiese: Wohin mit den alten Spielgeräten?
Lokales Nordwestmecklenburg Bürgerwiese: Wohin mit den alten Spielgeräten?
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20:55 09.06.2017
Die Spielgeräte auf der Bürgerwiese sind noch nicht abgebaut worden. Wo sie künftig stehen werden, ist noch nicht klar. FOTOS (3): DANIEL HEIDMANN

Auf der Bürgerwiese in Grevesmühlen entsteht in den nächsten Wochen der etwa 400000 Euro teure Mehrgenerationen-Spielplatz. Der offizielle Spatenstich dazu fand erst vor wenigen Tagen statt (die LN berichteten). Der Bauausschuss der Stadt hat sich nun mit der Frage beschäftigt, an welcher Stelle die alten Spielgeräte von der Bürgerwiese künftig weiter genutzt werden können. Bei einer gemeinsamen Besichtigungstour per Rad hat das Fachgremium über mögliche Standorte beraten.

Der Bauausschuss hat darüber bei einer Radtour durch Grevesmühlen beraten / Auch die Gestaltung in der August-Bebel-Straße war Thema.

Kapellenberg, Kastanienallee oder Freibad?

Es gibt mehrere Optionen: Eine ist die Wiese im Park am Kapellenberg. Dort machte der Ausschuss während der Radtour durch die Stadt Station. Der Standort wurde von Bauamtsleiter Holger Janke vorgeschlagen. Er erklärte vor Ort seine Idee: Eines der beiden vorhandenen Fußballtore auf der Wiese soll versetzt werden, so dass das Spielfeld verkleinert wird. „Es ist für die Kinder, die hier spielen, ohnehin viel zu groß“, meinte Janke. Auf dem dadurch entstehenden freien Platz hinter dem versetzten Tor könnten die Spielgeräte installiert werden.

Für große Begeisterung sorgte die Idee des Bauamtsleiters allerdings nicht. „Das liegt ganz schön abseits“, sagte der Ausschussvorsitzende Erich Reppenhagen (SPD-Fraktion). Auch Stefan Baetke war nicht zufrieden. Sein Vorschlag: „Was ist mit der Kastanienallee? Dort wurden die Spielgeräte abgebaut“, meinte der SPD-Fraktionschef. Die entsprechende Fläche gehört allerdings der Wohnungsbaugesellschaft Grevesmühlen (Wobag). „Dann verschenken wir die Spielgeräte an Dritte“, mahnte Janke an. Dennoch sprach sich das Gremium dafür aus, bei der Wobag anzufragen.

Auch das Freibad am Ploggensee ist ein möglicher neuer Standort. Ausschussmitglied Thomas Krohn (CDU) hatte die Idee eingebracht, die Zustimmung fand. Denn Spielgeräte würden die Badeanstalt noch attraktiver machen.

Neue Spielgeräte kommen erst Ende September

Der Bauausschuss hat nun die Grevesmühlener Verwaltung beauftragt, zu prüfen, welches Spielgerät wohin passt. Denn es handelt sich um drei selbstständige Objekte, die womöglich auch einzeln an verschiedenen Orten aufgestellt werden könnten. Bauamtsleiter Janke würde diese Variante aber gern verhindern, wie er durchklingen ließ.

Abgebaut sind die alten Spielgeräte an der Bürgerwiese derweil noch nicht. „Der Bauhof sollte sie eigentlich schon demontiert haben“, berichtete Janke. Doch mit den neuen Holzobjekten für den Mehrgenerationen-Spielplatz werde frühestens Ende September gerechnet. „Daher haben wir uns entschieden, den Abbau jetzt nicht durchzuführen“, erklärte der Bauamtschef den Ausschussmitgliedern.

Innenstadt könnte ein Wasserspiel bekommen

Auf der Besichtigungstour machte das Gremium auch Halt in der August-Bebel-Straße. Dort ist der Abriss des Eckhauses zur Schulstraße abgeschlossen. Die Wobag plant auf der Fläche den „Wohnpark am Kirchberg“. Im Zuge dessen sind auch Arbeiten am Vorplatz vorgesehen. Dafür gibt es verschiedene Entwürfe: So steht zur Debatte, den Vorplatz bis zum Modefriseur Gädert und sogar über die August-Bebel-Straße hinweg bis zum gegenüberliegenden Eiscafé heran durchzupflastern. So würde ein Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig den Verkehr in der Grevesmühlener Innenstadt beruhigt, so die Idee.

Die Pflasterung zum Friseursalon unterstützt der Bauausschuss. Die Neugestaltung bis zur Eisdiele lehnt die Mehrheit dagegen ab. „Die August-Bebel-Straße ist in einem Topzustand. Das Geld sollte man lieber in ein Wasserspiel stecken“, meinte Erich Reppenhagen. Diese Idee ist nicht neu. „So ein Wasserspiel zieht Menschen an“, so Reppenhagen. Als Vorbild nannte er die Krämerstraße in Wismar. „Doch wir in Grevesmühlen kriegen es nicht hin“, haderte er. In der Diskussion gebe es immer wieder „Totschlagargumente“, beispielsweise die nötige Bereitstellung von Trinkwasser für einen solchen Brunnen.

Daniel Heidmann

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