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Nordwestmecklenburg Bundespräsident ehrt Schönberger Schützen
Lokales Nordwestmecklenburg Bundespräsident ehrt Schönberger Schützen
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21:10 08.01.2018
Andreas Fiss (55) zielt beim Neujahrsschießen der Schützenzunft in Schönberg am besten: mit 30 Zuschuss 291,8 Ringe. Quelle: Foto: Steffen Oldörp
Schönberg

Die Schönberger Schützenzunft hat ihre Saison 2017 mit einem Neujahrsschießen eröffnet. Fürs Schützenfest im Sommer erwartet sie eine ganz besondere Auszeichnung.

Andreas Fiss hat am Sonntag das Neujahrsschießen der Schönberger Schützenzunft von 1821 gewonnen. Der 55-Jährige hatte die ruhigste Hand mit dem Luftgewehr. Sein Ergebnis nach 30 Schuss auf die zehn Meter entfernte Zielscheibe: 291,8 Ringe. „Ich freue mich sehr, dass es in diesem Jahr geklappt hat.“ Fiss ist seit 2010 Mitglied der Schönberger Schützenzunft und seitdem regelmäßig beim Neujahrsschießen dabei.

„Ich komme immer gerne ins Vereinsheim und genieße die Geselligkeit und freue mich auf die Vergleiche. Aber klar ist: Der Spaß steht bei so einem Schießen im Vordergrund", sagte der Sieger, der, wie die anderen Schützen, 45 Minuten Zeit hatte, um seine 30 Schuss abzugeben. Platz zwei beim Neujahrsschießen der Schönberger Schützenzunft belegte Vinzenz Kaulfersch mit 291,6 Ringen. Dritter wurde Bernd Stricker mit 289,4 Ringen.

Seit 15 Jahren treffen sich die Schützen am ersten Sonntag im Januar zum Neujahrsschießen. „So beginnen wir das neue Jahr zünftig, so wie es sich für eine Schützenzunft gehört“, erklärt Horst Ketzler, Kapitän der Schönberger Schützen. „Es ist für uns ein immer geselliges Beisammensein, das wir uns vor vielen Jahren mal ausgedacht haben.“

Mit der Resonanz war Ketzler zufrieden. 14 Teilnehmer griffen am Sonntag zum Luftgewehr. „Ich freue mich sehr, dass so viele Schützen gekommen sind. Es werden von Jahr zu Jahr mehr“, sagt Ketzler.

Neben den Schützenbrüdern und -schwestern waren beim Neujahrsschießen auch sechs Schönberger dabei, die kein Mitglied der Zunft sind. „Sie sind dem Zeitungsaufruf gefolgt. Darüber bin ich sehr glücklich. Zumal es ihnen sehr gut gefallen hat“, sagt Horst Ketzler.

Zurzeit hat die Schönberger Schützenzunft 62 Mitglieder, die in diesem Jahr wieder einiges vorhaben. „Wir wollen den Zaun um unser Vereinsgelände vervollständigen“, nennt der Kapitän ein wichtiges Ziel. Ein besonderer Tag wird das diesjährige Schützenfest am 21. Juli. „Da wird uns die Sportplakette des Bundespräsidenten verliehen“, freut sich Ketzler auf die besondere Auszeichnung. Er sagt:

„Das ist eine große Ehre für uns und gibt uns ganz viel Motivation für die künftige Arbeit.“Die Plakette bekommen Vereine, die mindestens 100 Jahre alt sind. „Wir feiern im Jahr 2021 schon unseren 200. Geburtstag“, betont der Kapitän nicht ohne Stolz.

Traditionsreiche Zunft startete nach Wende neu

1821 gründet sich die Schönberger Schützenzunft. Anlass war ein Besuch des Großherzogs Friedrich Franz dem Ersten am 20. Juli 1820. Bei dieser feierlichen Gelegenheit beschlossen Männer in Schönberg eine Schützenzunft ins Leben zu rufen. Sie feiern genau ein Jahr nach dem Besuch des Großherzogs, am 20. Juli 1821, ihren ersten Königsschuss. Ein Jahr später, 1822, erhält Schönberg das Stadtrecht.

1876 beginnen Handwerker mit dem Bau eines Schützenhauses in der Lübecker Straße. Die Zunft eröffnet es 1877.

1940 findet das vorerst letzte Schützenfest statt. In der DDR wird die Zunft verboten.

1990 gründen Schönberger die Zunft neu. Ab 1994 lädt sie wieder zum Schützenfest ein.

Steffen Oldörp

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