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Bungalowsiedlung soll Aussehen behalten

Boltenhagen/Tarnewitz Bungalowsiedlung soll Aussehen behalten

Tarnewitzer Verein setzt auf Veränderungssperre / Gemeinde strebt jetzt Änderung des Bebauungsplanes an.

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Sybill Moß (Mitte) erklärt Mitgliedern des Bauausschusses die Gegebenheiten in der Wochenendhaussiedlung. Fotos (2): Cornelia Roxin

Boltenhagen/Tarnewitz. Dicht an dicht gebaut, stehen sie da, die Ferienbungalows in der Wochenendhaussiedlung Am Reek/Mariannenweg in Tarnewitz. Je Aufgang drei Parteien, in leicht versetzt angeordneter Bauweise. Insgesamt 40 Häuschen an der Zahl. Geht der Betrachter weit genug weg, scheinen die Pultdächer beinahe eine Linie zu bilden.

LN-Bild

Tarnewitzer Verein setzt auf Veränderungssperre / Gemeinde strebt jetzt Änderung des Bebauungsplanes an.

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Folgt die Gemeindevertretung demnächst dem Willen der Mitglieder ihres Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Bau, Verkehr und Umwelt, dann soll das auch so bleiben. Donnerstagabend sprachen sie sich mehrheitlich dafür aus, mit einer Änderung des entsprechenden Bebauungsplanes Nr. 9 „Am Reek“ dafür den Grundstein zu legen. Das geschah trotz Kritik aus den eigenen Reihen, zu oft gegen die zuvor erarbeiteten B-Pläne vorzugehen. Ein Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der nur das jetzt als Sondergebiet ausgewiesene Areal mit der Ferienhaussiedlung betrifft, soll nun gefasst werden. Die Kosten des Verfahrens gehen zulasten des Antragstellers, heißt es in der Beschlussvorlage.

Und da kommt der Verein „Wochenendsiedlung Tarnewitz Mariannenweg“ ins Spiel. Er möchte nämlich, dass die Häuser in ihrem Bestand so erhalten bleiben, wie es seine Satzung vorsieht.

Ihre Entscheidung haben sich die Ausschussmitglieder nicht leicht gemacht und sich deshalb Donnerstag noch einmal vor der Sitzung in der Siedlung getroffen. Sybill Moß, Vereinsvorsitzende und Vorsitzende der Verwaltung der Wochenendsiedlung, machte im Beisein auch von Hausbesitzern mit den Gegebenheiten bekannt. „Wir sind nicht auf Krawall gebürstet, aber wir müssen den Bestand hier schützen“, betonte sie auf eine Veränderungssperre setzend. Sybill Moß stand an einem Haus, an dem bereits nicht satzungskonforme Veränderungen vorgenommen worden waren. Das Fundament ist vergrößert worden (LN berichtete), ragt nun in die als Sondereigentum ausgewiesene Grünfläche hinein, unter der gemeinschaftliche Versorgungsleitungen liegen. Auch andere Dachformen sollen manch Pultdach ablösen und somit einen höheren Ausbau möglich machen. Bauherren berufen sich auf den geltenden Bebauungsplan, der schreibt Sattel- oder Krüppelwalmdächer vor. Jetzt wird angesichts der Dreierhausgruppen und schon vollzogener Änderungen eine weitere Zersiedelung befürchtet.

Duplizität der Dinge: Im Jahr 1975 sollte mit Errichtung der jetzt zur Diskussion stehenden Siedlung dem Wildwuchs von Wochenendhäusern im Waldstreifen direkt an Boltenhagens Küste vorgebeugt werden.

So entstand damals die erste geordnete und geschlossene Bungalow-Siedlung im einstigen Bezirk Rostock. Als das vorgestern die Runde machte, wurde gar der Ruf nach Einstufung als Weltkulturerbe laut und wegen der engen und niedrigen Bauweise fiel auch das Wort Denkmalschutz. Nicht nur einmal. Ernsthafte Anträge dazu allerdings gab es keine . . .

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Ausbau P + R-Parkplatz Ortseingang Tarnewitz: Es wird die Variante mit einer Bushaltestelle auf dem Parkplatz vom Ausschuss favorisiert. Sie beinhaltet 126 Parkplätze, fünf Behindertenstellplätze, sechs für Motorräder, zwei Ladestationen für Elektromobilität und zwei Plätze für Reisebusse.

Änderung Flächennutzungsplan im Zusammenhang mit dem vorhabenbezogenem B-Plan Nr. 15 im Teilbereich „Seniorenpflegeheim“ des Alten Sportplatzes: Aufstellungsbeschluss wird empfohlen. Bei der Formulierung des Planungszieles wird Wert darauf gelegt, dass als bauliche Anlagen nur das Pflegeheim und Wohnraum für das Dienstpersonal erscheinen.

Von Cornelia Roxin

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