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Nordwestmecklenburg Bunte Arbeiten beim Talentecamp
Lokales Nordwestmecklenburg Bunte Arbeiten beim Talentecamp
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20:45 22.08.2017
Theresa Kommke (l.) aus Grevesmühlen und Meta Mudrick aus Baabe auf Rügen zeigen ein Werk auf Acrylglas. Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Rot, Blau, Grün, Orange und ein wenig Schwarz – die Palette an Farben ist groß bei Theresa Kommke (15) und Meta Mudrick (17). Die beiden Jugendlichen haben sich auf Acrylglas kreativ verewigt. Das Ergebnis ist bunt – und stimmt den Künstlernachwuchs und Künstlerin Astrid Brünner zufrieden. „Es schimmert schön in der Sonne“, so Brünner, die im Freizeitheim in Friedrichshagen den Kurs „Ich, Du, Wir – Malerei im bildnerischen Dialog“ leitet. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier so experimentell arbeiten können“, sagt Meta Mudrick.

Begabter Künstler-Nachwuchs wird in Plüschow und Friedrichshagen gefördert.

Mit hier meint die junge Dame aus Baabe auf Rügen das Talentecamp 2017, das in diesen Tagen im Schloss Plüschow und in Friedrichshagen stattfindet. Zum dritten Mal werden 20 begabte Schüler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern im Alter von zehn bis 18 Jahren in verschiedenen Workshops gefördert. Sie übernachten im Freizeitheim. Fördergelder ermöglichen die kostenlose Teilnahme für alle. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, welche Methoden und welche Materialien in der bildenden Kunst genutzt werden“, sagt Miro Zahra, Leiterin des Künstlerhauses Schloss Plüschow. Das Talentecamp in findet in Kooperation mit dem Kulturwerk des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern statt.

Das diesjährige Thema des Camps ist „Intermedialität in der Bildenden Kunst“. Laut Miro Zahra sei es aufgrund der heutigen Unmengen an digitalen Bildern und einer wahren Informationsflut ein wichtiges Feld. „Die Teilnehmer sollen lernen, sich kritisch und selbstreflektiert mit dem Thema auseinanderzusetzen und welche Möglichkeiten es gibt, es in die Kunst umzusetzen“, erklärt Zahra.

Im Zuge dessen arbeiten die Künstler-Talente unter anderem daran, aus Sequenzen eines Spiel- oder Dokufilms mit Hilfe von Neuvertonung oder hinzugefügten, selbst gedrehten Szenen einen neuen Streifen zu machen. „Ziel ist es, einen Film zu verstehen, zu erkennen, welche Ebenen er hat“, sagt Hans-Joachim Ulbrich, der den Workshop als Künstler im Schloss Plüschow begleitet. Paula Dunkelmann aus Boltenhagen hat an dem Schneiden des Films großen Spaß. „Ich kann hier viel lernen und bin schon gespannt auf die weiteren Kurse“, erzählt das erst zehnjährige Mädchen aus dem Ostseebad. Sie versucht sich noch am Erstellen eines Daumenkinos und an der rhythmischen Malerei.

Am Sonnabend von 16 bis 17 Uhr werden die Ergebnisse des Talentecamps dann im Schloss Plüschow der Öffentlichkeit vorgestellt. „Es ist jeder herzlich eingeladen“, so Miro Zahra. Dann werden auch Werke dabei sein, an denen der iranische Flüchtling Mustafa Rezai mitgewirkt hat. Der 17-Jährige kam vor eineinhalb Jahren nach Deutschland. Jetzt lebt er in Rehna und besucht ab September dort die zehnte Klasse. „Sich mit diesen vielen Farben auseinanderzusetzen, ist sehr interessant“, sagt er während des Malerei-Kurses in Friedrichshagen. Und es gibt einen weiteren Grund, warum er sich der Kunst verschrieben hat: „Wenn ich traurig bin, dann kann ich malen oder zeichnen und fühle mich besser.“

Daniel Heidmann

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