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Nordwestmecklenburg Cyber-Mobbing: Handeln – bevor etwas passiert ist
Lokales Nordwestmecklenburg Cyber-Mobbing: Handeln – bevor etwas passiert ist
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20:10 27.10.2017
Güstrow/Bad Doberan

Das Thema Cyber-Mobbing sei seit einigen Jahren sehr präsent, auch im Landkreis Rostock und hier vor allem im Bereich der Jugend- und Schulsozialarbeit, erklärt Landkreissprecher Michael Fengler. Die Jugend- und Schulsozialarbeiter des Landkreises Rostock agierten aktiv im Rahmen von Präventionsprojekten. Sie seien durch verschiedenste Fachtage geschult und veranstalten eigenverantwortlich Workshops, Seminare, Gruppenstunden sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch Eltern und Lehrern zum Thema Cyber-Mobbing.

„An vielen Schulen haben sich Jugendliche zu sogenannten Medienscouts – das war ein Landesprogramm – ausbilden lassen und beraten so andere Jugendliche zum Umgang mit den neuen Medien. An mehreren Schulen fanden auch in den vergangenen Jahren Aktionstage zum Thema statt oder auch Theaterprojekte. Das bundesweite Bündnis gegen Cyber-Mobbing ist bei der Planung und Durchführung oft Partner“, so der Sprecher des Landkreises.

Allerdings gebe es in Mecklenburg-Vorpommern keine Beratungsstellen speziell für das Thema Cyber-Mobbing. Jedoch könnten sich Betroffene an die Beratungsstellen der Opferhilfe M-V wenden, diese haben ihre Standorte in Rostock, Wismar, Schwerin, Neubrandenburg, Ludwigslust, Greifswald und Parchim. Im Landkreis Rostock bieten meist die Schulsozialarbeiter oder die Jugendsozialarbeiter „erste Hilfe"

an, da sie den jungen Menschen gut bekannt und meist eng vertraut sind. Professionell wird dort Beratung und Unterstützung angeboten und, wenn erforderlich, zur Polizei vermittelt. Wichtig sei, das Thema immer wieder in die öffentliche Wahrnehmung zu transportieren, zu sensibilisieren, aufmerksam zu bleiben, achtsam mit Informationen umzugehen und nicht erst zu handeln, wenn etwas passiert ist.

„Es bedarf nicht immer eines Programms oder einer Steuerung von außen, da sich Cyber-Mobbing in unterschiedlichsten Ausprägungen schon zu einem festen Arbeitsschwerpunkt der Jugend- und Schulsozialarbeit entwickelt hat“, fasst Fengler den Standpunkt des Landkreises zusammen.

lwr

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