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Nordwestmecklenburg DLRG und Feuerwehr proben Ernstfall
Lokales Nordwestmecklenburg DLRG und Feuerwehr proben Ernstfall
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20:40 23.08.2017
Verletzte wurden von der Barkasse im Boot der DLRG schnell zum Strand gefahren und von Rettungsschwimmern an Land gebracht. Dort halfen Feuerwehrleute dabei, die Geretteten weiterzutragen. Quelle: Fotos: Malte Behnk

Spannende Szenen erlebten Urlauber am Dienstagabend am Strand und auf der Seebrücke von Boltenhagen. Von der blau-weißen Barkasse „Ragna“ war plötzlich rötlicher Qualm aufgestiegen. Kurz darauf setzten sich Rettungsschwimmer in Booten in Bewegung und die Feuerwehr rückte an. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat mit der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen und der First Responder-Einheit der Feuerwehr Dassow einen Ernstfall geübt. Angenommen wurde, dass die „Ragna“ kurz vor der Badezone durch einen Maschinenbrand manövrierunfähig geworden ist. Es gibt Verletzte an Bord. Die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen und die speziell medizinisch ausgebildeten Fachleute aus Dassow werden angefordert. Während schon erste Menschen von den Rettungsschwimmern im Boot an Land gebracht werden, steigen Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten auf ein weiteres Schlauchboot der DLRG und werden zur „Ragna“ gebracht. Dort löschen sie den Maschinenbrand, so dass weitere Menschen von der Barkasse gerettet werden können. Die DLRG bringt Verletzte und Feuerwehrleute schnell und sicher an Land. Rettungsschwimmer und Feuerwehrleute arbeiten Hand in Hand und bringen die Verletzten weiter zum Vorplatz der Seebrücke. Dort kümmern sich die First Responder mit Sanitätern der DLRG um die Verletzten. Für viele Urlauber, die sich an dem lauen Abend noch am Strand und auf der Seebrücke befanden, war zunächst nicht klar, dass es sich nicht um einen echten Einsatz handelt. Einige fragten besorgt nach. „Es ist gut, dass das so rüberkommt. Die Übung muss ja auch für alle Beteiligten realistisch aufgebaut sein“, sagte Sven Schmitz, Wachleiter der DLRG in Boltenhagen. „Es ist alles hervorragend gelaufen“, resümiert er.

In Boltenhagen wurde Notfall mit Feuer auf einem Schiff simuliert / Helfer arbeiten gut zusammen.

„Teamwork zwischen DLRG und Feuerwehr kann man nicht besser leben. Die Urlauber und Bewohner in Boltenhagen können sich sicher fühlen.“

Boltenhagens Wehrführer Sebastian Hacker ist nach der Übung sehr zufrieden. „Der Ablauf war, wie wir es uns vorher überlegt hatten“, sagt er. „Die DLRG hat schnell reagiert und die Rettungskette gestartet. Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert.“ Allerdings hat sich für die Feuerwehr erneut ein grundsätzliches Problem in Boltenhagen gezeigt: „Wir haben nur die eine Slipmöglichkeit für unser Boot in der Marina. Deswegen dauert es immer etwas, bis wir damit am Einsatzort sind“, so Hacker. Die Rettungsboote der DLRG hatten bereits fast alle der fünf Verletzten in Sicherheit gebracht.

„Mit dem Ablauf der Übung selber bin ich sehr zufrieden“, betont Sebastian Hacker noch einmal.

Jedes Jahr macht die Feuerwehr des Ostseebads eine Übung mit den aus ganz Deutschland nach Boltenhagen kommenden Rettungsschwimmern. Vor ein paar Wochen gab es bereits eine Brandschutzübung in der Unterkunft der DLRG. „Die großen Übungen versuchen wir Jahr für Jahr auszubauen, um die Zusammenarbeit zu verbessern“, so Hacker.

Eine Bildergalerie ist online zu finden

auf www.ostsee-zeitung.de

Malte Behnk

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