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Nordwestmecklenburg Damshagen: Sparen für die Sanierung der Straße
Lokales Nordwestmecklenburg Damshagen: Sparen für die Sanierung der Straße
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18:13 15.09.2016

Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Das dachten sich wohl auch die Mitglieder des Bauausschusses in Damshagen, als sie auf ihrer Sitzung mehrheitlich der Gemeindevertretung nur eine Oberfächenreparatur der Straße von Dorf Reppenhagen nach Welzin empfahlen. Mit dieser kostengünstigen Variante wollen sie Mittel für einen möglichen Neubau ansparen.

Eine längere Diskussion war dieser Entscheidung vorausgegangen, denn es mussten einige Kriterien beachtet werden. 20 000 Euro wären derzeit für Reparaturmaßnahmen im Straßenbau im Haushalt noch vorhanden, wie eingangs Robert Kieslich vom Sachgebiet Bauwesen des Amtes Klützer Winkel erklärte. Demgegenüber standen laut Vorlage drei Durchlässe auf zwei Straßen, die Schäden aufweisen und mögliche Baumaßnahmen erforderlich machen. Zwei davon befinden sich auf der Straße von Welzin nach Dorf Reppenhagen und einer von Hof Gutow nach Pohnstorf.

Kieslich machte den Vorschlag, diese Baumaßnahmen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und stattdessen die 20 000 Euro anzusparen, um sie später als Eigenmittel für einen möglicherweise geförderten Neubau der Straße von Dorf Reppenhagen nach Welzin zu nutzen. Das würde Sinn machen, zumal die Gemeinde Damshagen Eigentümer dieser Straße ist und damit auch in der Verantwortung steht.

„Wenn wir hier noch auf Fördermittel warten, dann haben wir bald einen Ackerweg“ meinte dazu Matthias Smylla (parteilos). Es sind nach seiner Ansicht ja nicht nur die zwei angesprochenen Durchlässe, wo diese Straße starke Schäden aufweist. Diese vor allem bei Urlaubern sehr beliebte, etwas abseits gelegene Straße im Klützer Winkel ist auch an den Seiten stark abgebrochen und birgt ein hohes Gefahrenpotential. Hier erst einmal alles so zu belassen wie es ist, das konnte sich Smylla deshalb gar nicht vorstellen. Ähnlich sah es der Willi Heidmann (SPD). „Den nächsten Winter übersteht diese Straße nicht“, so der Ausschuss-Vorsitzende. Und nach Meinung von Ausschuss-Mitglied Sylvia Radtke (SPD) sollte man sich ohnehin auf eine Maßnahme konzentrieren. Denn wieder nur kleine Reparaturen an den Oberflächen durchzuführen, damit wäre bei dem Zustand der Straßen in ihren Augen ohnehin niemandem geholfen. Da würde es nicht lange dauern und man müsste wieder nachbessern.

Klar war aber auch Heidmann, Smylla, Radtke und den anderen Mitgliedern des Bauausschusses in Damshagen, dass Reparaturarbeiten nur eine Übergangslösung sein können. Ein Neubau wird irgendwann auf jeden Fall notwendig sein. Sie suchten nach dem goldenen Mittelweg: Reparaturarbeiten an der Oberfläche durchführen, aber dennoch Geld für einen Neubau ansparen. Deshalb beschlossen sie am Ende, Reparaturarbeiten an den beiden Durchlässen auf der Straße von Welzin nach Dorf Reppenhagen durchführen zu lassen. Arbeiten an dem Durchlass von Hof Gutow nach Phonstorf sollten jedoch erst einmal auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Dirk Hoffmann

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