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Nordwestmecklenburg Damshagen: Viele Vorschläge für Einsparungen bei der Turnhalle
Lokales Nordwestmecklenburg Damshagen: Viele Vorschläge für Einsparungen bei der Turnhalle
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21:24 11.10.2017

Die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Damshagen haben nach ihrer jüngsten Sitzung einen Berg von Hausaufgaben mitbekommen. Dabei geht es um eine Sanierung der Turnhalle in Damshagen.

Architekt Carsten Großmann aus Bad Doberan, der auch die Amtsverwaltung zur Sanierung des Amtsgebäudes in Klütz berät, hatte am Dienstagabend eine Liste von möglichen energetischen Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen, mit denen die Gemeinde Damshagen ihre Kosten für den Energieverbrauch der Turnhalle senken könnte. „Es ist nichts, was innerhalb eines Jahres machbar ist“, sagte Carsten Großmann: „Es geht um Maßnahmen, die Schritt für Schritt zu mehr Einsparungen führen sollen.“ Der Planer hat Damshagens Politikern eine große Akte und eine 50-seitige Zusammenfassung seiner Vorschläge überreicht, die sie durcharbeiten sollen. Laut Großmann geht es in erster Linie um langfristig planbare Maßnahmen, wie den Austausch der Heizungsanlage oder Energiegewinnung durch Solartechnik auf dem Dach und an der Fassade. So könnte die Halle einmal ihren eigenen Strom und eigene Wärme erzeugen. „Eigentlich ist diese Halle zu DDR-Zeiten schon vorausschauend gebaut worden“, sagt Großmann. „Barrierefreiheit herzustellen, lässt sich eigentlich mit relativ geringen Mitteln machen“, sagt er. Das liege unter anderem daran, dass die Halle auch von der inzwischen geschlossenen Schule nebenan genutzt wurde. „Es gibt schon jetzt wenig Schwellen und die Türen sind groß“, so der Planer. Dennoch ist das Thema unumgänglich, auch wenn es um rein energetische Sanierungen geht.

„Das Landesfördergesetz schreibt vor, dass bei einer Förderung der Sanierung auch dann Barrierefreiheit hergestellt werden muss“, erklärt Großmann. Sie soll auf den aktuellen und in naher Zukunft zu erwartenden Bedarf in der Gemeinde angepasst werden. Daher müssen Gespräche mit dem Behindertenbeirat und der Gleichstellungsbeauftragten geführt werden. Aber nicht nur Menschen mit Behinderung brauchen Barrierefreiheit. Wie Großmann erklärt, wird dabei auch Augenmerk auf kleinere Kinder gelegt, die die Sporthalle in Damshagen häufig nutzen. „Für sie ist eine schwere Tür auch schon eine Barriere“, sagt der Planer. Grundsätzlich sei der Zustand der Sporthalle in Damshagen gut. Im Vergleich werde nicht übermäßig viel Energie verbraucht. „Sie ist aber auf dem Sanierungsstand von etwa 1995. Seitdem sind die Energiekosten enorm gestiegen.“ Seine Vorschläge sollen die Damshagener zu einer Art Sanierungsfahrplan für die nächsten Jahre machen. So können die unterschiedlichen Sanierungsmaßnahmen rechtzeitig geplant und in den jeweiligen Jahreshaushalt aufgenommen werden.

Die Beratung durch den Experten für Energiefragen war für die finanziell belastete Gemeinde Damshagen möglich, weil die Arbeit des Energie-Experten bis zu 80 Prozent vom Land gefördert wird.

Malte Behnk

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