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Nordwestmecklenburg Damshagen bleibt im Klützer Winkel
Lokales Nordwestmecklenburg Damshagen bleibt im Klützer Winkel
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20:44 19.10.2017
Damshagen

Die Gemeinde Damshagen wird den Amtsbereich Klützer Winkel nicht verlassen. Das haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend erklärt und angekündigt, in der nächsten Sitzung einen Beschluss dazu zu fassen.

Die Gemeinde Damshagen will sich weiter entwickeln. Dazu braucht die Kommune die Unterstützung der Amtsverwaltung in Klütz. Ein langer Streit zwischen den Politikern und der Behörde wurde jetzt beigelegt. Quelle: Foto: Malte Behnk

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung habe sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert, erklärten die Kommunalpolitiker. Im vergangenen Jahr hatte sich die Stimmung zwischen der Gemeinde und der Amtsverwaltung derart verschlechtert, dass Damshagens Politiker noch im Januar 2017 über einen Amtswechsel nachdachten. Mit der Wahl von Gerhard Rappen (CDU) zum neuen Amtsvorsteher im Juni 2016 und der Einstellung von Ines Wien als Leitende Verwaltungsbeamtin einen Monat später wollte Damshagen der Verwaltung aber noch eine Schonfrist geben.

Die ist inzwischen abgelaufen und aus Sicht der Damshagener haben sich die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verwaltung erheblich verbessert. „Meine Einschätzung ist, dass sich die Unterstützung der Arbeit in der Gemeindevertretung erheblich verbessert hat“, sagte Bernd Anders (CDU), der als Stellvertreter der Bürgermeisterin Mandy Krüger (ptl.) die Sitzung in Damshagen leitete. Dem stimmte auch der Bauausschussvorsitzende Willi Heidmann (SPD) zu. „Die Qualität der Zuarbeit hat sich erheblich verbessert, seit Robert Kieslich im Bauamt für uns zuständig ist“, sagte er. Die größten Probleme hatte die Gemeinde Damshagen mit der Verwaltung im Baubereich. Kieslich gebe häufig Anregungen, wie Projekte in Damshagen umgesetzt werden können und wie man Fördermittel dafür bekommen könnte. „Für einen Amtswechsel gibt es aus meiner Sicht keinen Anlass mehr“, so Heidmann. Die Gemeindevertreter Sabine Oldenburg, Heidrun Duwe und Helmut Oldenburg stimmten dem zu.

Amtsvorsteher Gerhard Rappen erklärte, dass in den vergangenen Monaten Prozesse im Amt geändert und viele aufgelaufene Aufträge abgearbeitet wurden. „Wir hatten zugesagt, verschiedene Dinge zu verbessern. Daraufhin haben wir unter anderem auch die Betreuung der Sitzungen verändert und das Bauamt verstärkt“, schilderte Rappen, wie er auf die Beschwerden der Damshagener eingegangen ist.

Einen Schlussstrich unter die Debatte um einen Amtswechsel wollen die Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung ziehen. Dann soll ein Beschluss gefasst werden, der bestätigt, dass sich die Zusammenarbeit verbessert hat und ein Amtswechsel nicht mehr notwendig ist.

Streit seit 2015

2015 und 2016 hatten sich in Damshagen die Beschwerden über die

Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung in Klütz gehäuft. Es ging

unter anderem um die Vorbereitung von Sitzungen, die Formulierung

von Beschlussvorlagen und Informationen über mögliche Fördermittel.

Nach seiner Wahl zum Amtsvorsteher im Juni 2016 hatte Gerhard

Rappen zugesichert, die Kommunikation zu verbessern. Im Januar 2017 waren die Damshagener noch immer unzufrieden. Es gab Gespräche

mit dem Amt Grevesmühlen-Land.

Malte Behnk

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