Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Das Kapitel Bürgerwiese wird neu aufgeschlagen
Lokales Nordwestmecklenburg Das Kapitel Bürgerwiese wird neu aufgeschlagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 20.01.2016

Der Fördertopf des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern ist prall gefüllt. Grund ist der Europäische Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE), aus dem bis 2020 insgesamt 967,8 Millionen Euro ins Land fließen sollen. Um von dem großen Stück Torte einen Krümel abzubekommen, will die Stadtverwaltung Grevesmühlen beim Wirtschaftsministerium eine Liste mit — ihrer Auffassung nach — förderfähigen Projekten einreichen. Es sind sechs Stück an der Zahl. Bauamtsleiter Lars Prahler hofft, dass zumindest ein Projekt finanziell unterstützt wird:

der Mehrgenerationenspielplatz auf der Bürgerwiese.

Geplant ist eine völlige Umgestaltung des Platzes. „Mit dem Projekt wollen wir alle Generationen glücklich machen“, erläutert Lars Prahler. Seit fast fünf Jahren liegt der Plan für den Spielplatz in seiner Schublade. Und der kann sich sehen lassen. Highlight, so sagt Lars Prahler, soll eine Kletterkombination aus Eichenholz parallel zu den Alleebäumen sein. Diverse Schaukeln, Wippen, eine Wackelbrücke, Lümmelnetze, Kriechröhren und eine Kletterwand sollen für Begeisterung sorgen. Zudem zeigt der Vorentwurf Boccia-, Fußball-, Streetball- und Gorodki-Spielfelder (russisches Mannschaftsspiel) sowie verschiedene Sitzelemente.

Investiert werden sollen mehr als 300 000 Euro. „Diese Summe könnte zu 75 Prozent vom Wirtschaftsministerium gefördert werden“, so Lars Prahler. Wenn es aus Schwerin ein positives Signal gibt, dann beginnen die Bauarbeiten sofort, verdeutlicht er. Gibt es keine Mittel aus Schwerin, müsse der städtische Haushalt noch einmal auf den Kopf gestellt werden.

Fünf weitere Projekte

Auf der Wunschliste der Stadt an das Wirtschaftsministerium stehen fünf weitere Projekte. Da wäre der Abriss der landwirtschaftlichen Hallen zur Fortführung des Bebauungsplans an der Klützer Straße.

Auch die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und deren Zuwegungen spielen eine Rolle. Um ein weiteres Wohngebiet zu schaffen, soll das ehemalige ACZ-Gelände am Ortsausgang in Richtung Börzow abgerissen werden. Auch dafür könnte sich die Stadt eine Förderung vorstellen. Ebenso wie für den Abriss der Betriebseinrichtungen im Bereich des ehemaligen Sägewerks. Immer wieder nach hinten verschoben wird seit Jahren die Neugestaltung der Cap Arcona-Gedenkstätte. Auch die könnte mit Fördermitteln endlich in Angriff genommen werden.

Förderfähig ist in den Augen Lars Prahlers auch der geplante Neubau der Aula mit Hortgebäude. Beim Wirtschaftsministerium können aber nur Projekte eingereicht werden, die hinreichend planerisch vorbereitet sind. Insbesondere ein Vorentwurf ist Voraussetzung. Und den gibt es für die Aula noch nicht. Das trifft auch auf die Neugestaltung der Wismarschen Straße zu. „Förderanträge können aber bis 2020 gestellt werden“, macht Lars Prahler Hoffnung.

Die Prioritätenliste ist bereits dem Finanzausschuss vorgelegt worden. Die Mitglieder sind sich einig: Oberste Priorität hat die Neugestaltung der Bürgerwiese. Die vorhandenen Spielgeräte seien teilweise in einem sehr schlechten Zustand, hieß es. Heute gibt der Bauausschuss sein Votum ab, am kommenden Montag der Umweltausschuss. Am Ende entscheiden die Stadtvertreter über die Liste.

Der Mehrgenerationenspielplatz findet auch in der Bevölkerung großen Anklang. So spendeten die Bäcker und Fleischer aus dem Verkauf von Stollen und Würstchen auf dem vorweihnachtlichen Straßenfest Ende November bereits Geld für das Projekt.

Jana Franke

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehrere Dutzend Einfamilienhäuser sollen nach Vorstellung der Stadtverwaltung auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks in der Nähe des Bahnübergangs in Grevesmühlen entstehen.

20.01.2016

LED-Energiesparlampen sollen auf der Insel mehr eingesetzt werden. Den Zuwendungsbescheid zur Umstellung einiger Teilabschnitte zur Straßenbeleuchtung in ...

20.01.2016

Die Ostseegemeinde plant in diesem Jahr neue Angebote für Touristen und die Insulaner — Sorgen bereiten die Seegrasproblematik und Umweltauflagen.

20.01.2016
Anzeige