Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Das Ziel für 2016: Groß Siemz will auf die Datenautobahn
Lokales Nordwestmecklenburg Das Ziel für 2016: Groß Siemz will auf die Datenautobahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 02.03.2016

Die marode Schulstraße erneuern und leistungsfähige Internetanschlüsse für alle Haushalte möglich machen: Das sind Ziele, die sich die Gemeindevertreter von Groß Siemz gesetzt haben. Erreichbar sind sie aber nur mit Hilfe von Bund und Land. Für eine 152000 Euro teure Erneuerung der Schulstraße sieht der am Dienstagabend einstimmig beschlossene Haushalt der Kommune einen Zuschuss des Landes in Höhe von 98000 Euro vor. Für Anschlüsse an die Datenautobahn will Groß Siemz das Bundesprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ nutzen. Bewilligt sind die Zuschüsse für Straße und Breitband-Internet noch nicht.

Über den derzeitigen Zustand der Schulstraße in Groß Siemz sagt Bürgermeister Rainer Berger, der, wie alle Kommunalpolitiker in Groß Siemz, der Wählergemeinschaft Siemzer Bürger angehört: „Die Betontrasse ist ziemlich kaputt.“ Um das zu ändern, wären die Vertreter der schuldenfreien Gemeinde gegebenenfalls bereit, einen Kredit aufzunehmen. Die Zinsen dafür sind nach Auskunft des Finanzausschussvorsitzenden Jürgen Evers derzeit sehr günstig: rund 0,8 bis 0,85 Prozent. Weitere Entlastung für die Gemeinde bringen die Beiträge, die die Anlieger der Straße zu zahlen hätten.

Wann der Ausbau beginnt, ist noch nicht absehbar, denn Groß Siemz hat zwar den Investitionszuschuss des Landes beantragt, aber zugesagt wurde er noch nicht, so die Auskunft von Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen im Amt Schönberger Land.

Am Dienstagabend erklärte sich die Gemeindevertretung grundsätzlich dazu bereit, Geld für den Ausbau des Breitbandnetzes in allen Ortsteilen bereitzustellen. Bislang nutzen etliche Bürger das Angebot des Fördervereins „Bürgernetz Schönberger Land“. Er betreibt ein Funknetz mit Zugangspunkten auf Masten, Hausdächern und der Schönberger Kirche. Die Mitglieder können sich über das vereinseigene Netz einloggen, miteinander kommunizieren und mit DSL-Geschwindigkeit im Internet surfen. Höhere VDSL-Geschwindigkeiten ermöglicht ein Ausbau des Breitbandnetzes auf Glasfaserbasis, wie die Telekom ihn 2013 in den nahe gelegenen Gemeinden Menzendorf und Roduchelstorf realisiert hat. Dort stehen den Bürgern bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Vor dem Ausbau für rund 200 Haushalte machte die Telekom für die Gemeinde Menzendorf eine Wirtschaftlichkeitslücke von 83400 Euro geltend, für die Gemeinde Roduchelstorf eine Wirtschaftlichkeitslücke von 27392 Euro. Beide Kommunen hatten rund zehn Prozent als Eigenanteil. Auf ähnliche Konditionen hoffen die Gemeindevertreter von Groß Siemz.

LN

Von J. Lenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ziemlich klar, warum Fotografen daran interessiert sind, Jessica Borchardt vor die Linse zu bekommen.

02.03.2016

Simone Jürß, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, lädt anlässlich des Frauentages bereits am Sonnabend, 5. März, in das Café Miluh in der Alten Molkerei in Klütz ein.

02.03.2016

Dassow/Selmsdorf Der Dassower Jugend-, Kultur- und Freizeitverein lädt anlässlich des Internationalen Frauentages am Sonnabend, 5. März, in die Dornbuschhalle ein.

02.03.2016
Anzeige