Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Das lange Warten auf bessere Straßen
Lokales Nordwestmecklenburg Das lange Warten auf bessere Straßen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 28.05.2018
Seit Februar 2016 ist die Straße zwischen Lockwisch und Rupensdorf gesperrt. Auf Lockwischer Seite verhindern Steine die Weiterfahrt. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schönberg

Die Einwohner des Schönberger Ortsteils Kleinfeld müssen sich weiter in Geduld üben. Solange die Stadt keine Fördermittelzusage des Landes hat, kann mit dem Straßenausbau nicht begonnen werden. Das gab Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) während einer Sitzung des Ortsbeirates im Foyer der Palmberghalle bekannt. Ohne einen Zuschuss lasse sich ein solcher Ausbau von etwa 700 Metern nicht finanzieren, so Götze.

Schönberger Ortsteilvertreter und Bürger klagen über Missstände in der Infrastruktur.

Wie sehr dieses Problem den Kleinfeldern auf den Nägeln brennt, das machte Ortsteilvertreter Dierk Flor deutlich. Die Straße sei wichtig, hier müsse endlich eine Lösung her. Nach seiner Meinung wäre eine Asphaltdecke mit deutlich weniger Aufwand und geringeren Kosten als eine Fahrbahn mit Betonpflaster verbunden, die ebenfalls im Gespräch ist. Das letzte Wort darüber ist aber noch nicht gesprochen, wie Götze auf Nachfrage gegenüber den LN erklärte.

Im Zusammenhang mit Rupensdorf sprach Götze auch ein weiteres leidiges Thema an, das für viele Einwohner des Ortsteils und auch Schönberger und Lockwischer mehr als nur ein Ärgernis ist. Seit über zwei Jahren ist die Straße nach Lockwisch aufgrund einer Absackung gesperrt. Für diejenigen, die in Lübeck arbeiten, ist das mit einem Umweg und zusätzlichen Kosten verbunden – aber auch für viele andere Bürger.

Das Verkehrsunternehmen Nahbus ist ebenfalls von der Sperrung betroffen. So bedeutet das für den Bus, der dort täglich von Schönberg aus für die Schüler eingesetzt wird, einen Umweg. Er muss in Rupensdorf drehen, wenn er von dort die Schüler abholt, da er nicht weiter bis nach Hof Lockwisch fahren kann, um auch diese Schüler nach Schönberg zu bringen. Somit fährt er dann erst wieder zurück nach Schönberg, dann über Petersberg bis nach Hof Lockwisch und wieder nach Schönberg zur Schule. Das bedeutet einen Umweg von mehr als zehn Kilometern morgens und dann noch einmal am Nachmittag.

Unabhängig von Streitigkeiten, wer für das Absacken der Fahrbahn verantwortlich und welche Versicherung zuständig ist, drängt Schönberg jetzt auf eine schnellere Lösung. Nach Aussage von Götze hat man hier die Hoffnung, einen Teil der Sonderbedarfszuweisung aus der Fusion mit Lockwisch – geplant ist diese zum 1. Januar 2019 – dafür einsetzen zu können.

Gleich eine ganze Liste an Mängeln und Unzulänglichkeiten hatte der Ortsteilvertreter Jens-Uwe Damrau aus Sabow mitgebracht. Dort laufe so einiges schief und sei nicht hinzunehmen, geschweige denn zu verstehen, wie er in der Runde kundtat. Als Beispiele führte er unter anderem den direkt neben der Straße laufenden, aber kaum sichtbaren tiefen Graben an. Dieser würde eine echte Gefahr darstellen, sobald jemand ausweichen müsste. Außerdem habe sich das Pflaster in der Ortsmitte, wo sich auch die Bushaltestelle befindet, merklich gesenkt. Dazu käme, dass ein junger Mann, der gerade ein Baugrundstück erwarb, die Auflage bekommen hat, die dort stehenden 15 bis 20 Jahre alten Weiden zu entfernen und Ausgleichspflanzungen vorzunehmen. Ein Unding, wie Damrau findet. So könne man auch Menschen ganz schnell wieder vertreiben, die doch eigentlich hierher ziehen wollen. Diese und weitere Ärgernisse sollen jetzt bei einem Vororttermin zusammen mit dem Bauamt besprochen werden, versprach Götze.

Überschaubarer scheinen die Probleme in den anderen Ortsteilen zu sein. Der Löschwasserteich in Malzow ist bis auf Restarbeiten nach Aussage des Bürgermeisters wieder hergestellt. Außerdem soll in Rupensdorf die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Die Fördermittel dafür sind eingeworben.

Dirk Hoffmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Freitag, 1. Juni, spielen Reuters Fritzen beim Gartenfest am Literaturhaus Uwe Johnson / Anmeldungen erbeten.

28.05.2018

Nach der erfolgreichen Premiere in 2016 gibt es nun zum zweiten Mal die „Oden zur Nacht“ mit Brita Rehsöft.

28.05.2018

Ein Gerücht wird als eine unverbürgte Nachricht definiert, die stets von allgemeinem beziehungsweise öffentlichem Interesse ist, sich diffus verbreitet und deren ...

28.05.2018
Anzeige