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Nordwestmecklenburg Dassow: Parkplätze nahe der Kita fehlen
Lokales Nordwestmecklenburg Dassow: Parkplätze nahe der Kita fehlen
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21:10 12.09.2018
Stoßzeit in der Lübecker Straße in Dassow: Autos stehen im eingeschränkten Halteverbot. Der nächste Parkplatz ist weit entfernt. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Dassow

14 Uhr, Lübecker Straße: Zwei Mütter stellen ihre Autos am Straßenrand ab, steigen mit einem Babywipper in der Hand aus, gehen in Richtung Kita. Jetzt müssen sie fürchten ein Knöllchen zu bekommen – wie viele andere Eltern auch. Sie fühlen sich in einer Zwickmühle: Kind nicht zur Kita bringen geht nicht, das Auto nicht im eingeschränkten Halteverbot abstellen, geht in der Nähe des Kindergartens häufig auch nicht, denn der nächste Parkplatz ist ein gutes Stück entfernt und die Parktaschen in der Lübecker Straße sind oft besetzt

– vor allem, seitdem einige Parkbuchten wegen Bauarbeiten belegt sind.

„Es gibt weit und breit keine Parkplätze. Es reicht hinten und vorne nicht“, sagt Melanie Kneifel, Mutter und Elternvertreterin. Sie spricht aus, was sich viele Eltern sehnlichst wünschen: „Wir sollten eine vernünftige Möglichkeit haben, unsere Kinder zum Kindergarten zu bringen und wieder abzuholen.“ Was also tun?

Eltern haben sich an die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD) und an die Amtsverwaltung Schönberger Land gewandt. Sie stellten klar, dass sie ihre Kinder zur Kita bringen und abholen müssen, die drei Minuten Zeit, die ihnen im eingeschränkten Halteverbot zugebilligt werden, aber häufig nicht reicht. Eine Folge der Hektik, in die einige Eltern geraten: Kinder werden unruhig, manche weinen. Väter und Mütter kritisieren, ausgerechnet jetzt, wo es weniger Parkmöglichkeiten in der Nähe der Kita gibt, kontrolliere das Amt verstärkt. Die Bürgermeisterin teilt diese Einschätzung, das Amt hingegen widerspricht vehement. Die Verwaltung teilte auf Anfrage mit, es sei nicht so, dass verstärkt kontrolliert werde.

Die amtierende Bürgermeisterin sagt, sie könne den Unmut der Eltern verstehen. „Es ist ein schwieriges Thema“, erklärt Annett Pahl. Sie wandte sich mehrmals ans Amt. Sie sagt, sie habe auch darum gebeten, „dass man etwas Nachsicht zeigt“. Die Verwaltung teilte auf Anfrage mit, sie sei sich der Situation bewusst und zeige bereits ein gewisses Wohlwollen. Das Amt könne im Interesse von Ordnung und Sicherheit aber nicht auf Kontrollen verzichten.

Vorschlag Nummer zwei der Eltern: Die Beschilderung in der Lübecker Straße mit Hilfe eines Zusatzschildes ändern. Das Halteverbot solle wenigstens in den Stoßzeiten nicht gelten: dann, wenn viele Eltern ihre Kinder abgeben oder abholen. Das ist nach Auskunft von Müttern und Vätern in der Zeit von 7 bis 8 Uhr und von 14 bis 15 Uhr.

Die amtierende Bürgermeisterin sagt: „Das müsste zuerst über den Landkreis genehmigt werden.“ Es sei ungewiss, ob er die verkehrsrechtliche Genehmigung erteile.

Lübecker Straße in Dassow, kurz nach 14 Uhr: Die beiden Mütter sind zurück. Sie steigen mit ihren Kindern in die Autos ein. Die Frauen haben diesmal keine Knöllchen bekommen. Ein Mitarbeiter des Amtes verteilt gerade welche in der Grevesmühlener Straße.

Jürgen Lenz

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