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Nordwestmecklenburg Dassow hat Weichen für die Zukunft des Sports gestellt
Lokales Nordwestmecklenburg Dassow hat Weichen für die Zukunft des Sports gestellt
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18:22 09.06.2016

Die Kommunalpolitiker in Dassow haben Weichen für die Entwicklung des Breitensports in der Stadt gestellt. Sie beschlossen einstimmig ein „Konzept Breitensportzentrum“. Der Hintergrund: Bisher klaffen Bedarf und Bestand bei den stadteigenen Sportanlagen in Dassow weit auseinander.

Erklärtes Ziel der Kommunalpolitiker ist jetzt „eine zukunftsorientierte, konzentrierte und rechtzeitige Entwicklung der Breitensporteinrichtungen“. Damit solle nicht nur dem Bedarf Rechnung getragen werden, der durch das florierende Gewerbegebiet „Holmer Berg“ und die damit verbundenen Zuzüge von Neubürgern weiter wachsen werde. Die Dassower Stadtvertreter sehen auch den Sport in einem ehemaligen Polizeigebäude in der Grevesmühlener Straße nur als Übergangslösung an. Das Anwesen sei sanierungsbedürftig und nur noch wenige Jahre wirtschaftlich zu betreiben. Außerdem müsse Ersatz geschaffen werden für Sportanlagen, die dem Bau einer Kindertagesstätte neben dem Jugendklub weichen müssen. Damit entsprechen die Stadtvertreter dem Wunsch von Kindern und Jugendlichen in Dassow.

Wie berichtet, machten sie in der vorigen Woche im alten Rathaus mit Argumenten, Unterschriften und Sprechchören auf ihre Interessen aufmerksam. Weil ein Bolzplatz, ein Volleyballfeld, ein Basketballplatz und ein Parcours für Fahrradsport dem Bau der Kita und des dazugehörigen Spielplatzes geopfert werden, betonten die Mädchen und Jungen: „Wir brauchen auch Platz!“

Den sollen sie nach dem beschlossenen Konzept auch bekommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Annerose Viehstaedt (SPD) bekräftigte am Dienstagabend: „Wir haben ihn im Konzept mit drin.“

Im Wesentlichen wollen die Stadtvertreter die weitere Entwicklung des Breitensports jedoch auf zwei Standorte konzentrieren: die Dornbuschhalle an der Rudolf-Breitscheid-Straße und das Sportgelände an der Grevesmühlener Straße. Dazu heißt es im beschlossenen Konzept: „Durch diese Konzentration sollen Synergieeffekte (gemeinsame Umkleide-/Sanitärräume, mehrfach genutzte Räume und Felder) herbeigeführt werden, was sowohl die Verfügbarkeit der Sporteinrichtungen für den Breitensport erhöht als auch die Betriebskosten (Aufsicht, Wartung) in vernünftigen Grenzen hält.“ Das viel zu kleine Sportlerheim soll nicht so bleiben wie es ist. Er wird entweder saniert und erweitert oder durch einen größeren Neubau ersetzt – je nachdem, was für die Stadt günstiger ist. Projekt Nummer zwei: ein Kleinspielfeld „optimal als Kunstrasenplatz“. Auch soll das Großfeld teilweise saniert werden, um den Spielbetrieb zu sichern.

Der Entscheidung von Dienstagabend gingen zahlreiche Gespräche im zeitweiligen Sonderausschuss „Breitensport“ voraus. Gerd Matzke (SPD) erläuterte am Dienstagabend: „Ziel ist eine neutrale Feststellung des Bedarfs für den Breitensport und keine Gewichtung örtlicher Vereine.“

Jürgen Lenz

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