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Nordwestmecklenburg Déjà-vu am Ort des Geschehens
Lokales Nordwestmecklenburg Déjà-vu am Ort des Geschehens
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22:28 07.11.2013
Stück für Stück tasteten sich die Experten an den Unfallhergang heran. Sogar das Unfallauto wurde dafür verwendet. Quelle: Fotos: Robert Niemeyer
Gadebusch

Für die Kiebitze an der Ratzeburger Chaussee in Gadebusch muss sich die Szenerie am Mittwochabend wie ein Déjà-vu angefühlt haben. Eine gesperrte Straße, eine nasse Fahrbahn, ein roter VW, überall Blaulicht und im Mittelpunkt eine dunkel bekleidete Figur. Es war gerade einmal eine Woche her, dass am selben Ort ein 82-jähriger Mann angefahren und schwer verletzt wurde. Der Mann wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die 23-jährige Autofahrerin erlitt einen Schock. „Die Spuren am Unfallort konnten nicht genau erklären, wie es zu dem Unfall kommen konnte“, sagte André Falke, Sprecher der Polizeiinspektion Wismar. Deshalb ließ die Staatsanwaltschaft am Mittwoch dieser Woche ein sogenanntes Wahrnehmungsgutachten erstellen.

Damit war die Dekra beauftragt worden. Dafür musste die Szenerie exakt so rekonstruiert werden, wie sie sich am Abend des 29. Oktobers gegen 18.40 Uhr darstellte. Die Gadebuscher Feuerwehr war eigens dafür angefordert worden, um die Fahrbahn zu bewässern. Auch der Unfallwagen der 23-jährigen Schwerinerin, ein VW Lupo, wurde dafür mit reparierter Frontscheibe herbeigeschafft. Sogar die originale Kleidung des Unfallopfers hatten sich die Experten besorgt. Damit wurde eine Schaufensterpuppe ausgestattet, die auf die Straße gestellt wurde.

Mit einer speziellen Kamera, die im Unfallwagen installiert worden war, wurden die Lichtverhältnisse gemessen. „Es soll herausgefunden werden, inwieweit die Frau den Mann sehen konnte“, sagte André

Falke.

Stück für Stück tasteten sich die Dekra-Mitarbeiter mit dem Auto vor, fotografierten jede einzelne Szene mehrfach von außerhalb des Autos und innerhalb mit der Spezialkamera. Die Messergebnisse werden nun ausgewertet. Das Gutachten ist dann vor allem für ein mögliches Verfahren vor Gericht wichtig.

ron

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