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Nordwestmecklenburg Der Bürger-Bahnhof nimmt Fahrt auf
Lokales Nordwestmecklenburg Der Bürger-Bahnhof nimmt Fahrt auf
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20:42 16.06.2017
Die Wasserpumpe diente dazu, die Tanks der Dampfloks aufzufüllen.

Es sollte eigentlich ein Abschiedsgeschenk werden. Als Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand wechselte, sollte eine seiner letzten Amtshandlungen die Übergabe des sanierten Bahnhofsgebäudes werden. Doch daraus wurde nichts. Zahlreiche Probleme während der Bauphase sorgten dafür, dass am Ende knapp sechs Monate Verzögerung zu Buche stehen. Unter anderem war während der Sanierung Schwammbefall im Dachgeschoss entdeckt worden, der nicht nur kostspielig, sondern auch zeitaufwändig beseitigt werden musste.

2,5 Millionen Euro hat die Sanierung des Bahnhofsgebäudes gekostet / Am Montag wird es offiziell eröffnet. Um 11 Uhr geht es los.

Nun übergibt der Nachfolger von Jürgen Ditz, Lars Prahler, das Objekt, um das die Stadt lange gerungen hatte. Über Jahre hatten sich die Verhandlungen mit den zahlreichen Unternehmen der Bahn über den Kauf hingezogen. Schließlich wechselte die Immobilie 2012 für 200000 Euro den Besitzer. Unter anderem erhält das Jugendzentrum der Stadt dort ein neues Domizil. Ein Café wird es geben, die Büros sind größtenteils vermietet, unter anderem zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit einigen Beratungsangeboten dort ein. Lars Prahler hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass es Zeit brauche, bis der Bürger-Bahnhof, wie das Gebäude inzwischen betitelt wurde, seine Bestimmung finden würde.

Der Startschuss fällt am Montag, 19. Juni, wenn Gäste aus Wirtschaft und Politik das Ende der Sanierung feiern. Das Projekt allerdings ist noch längst nicht abgeschlossen, denn die Außenanlagen sollen erweitert werden. Was dauerhaft mit dem Wasserturm auf der gegenüberliegenden Seite passiert, steht ebenfalls noch in den Sternen.

Auch die Zukunft des ehemaligen Klützer Gleises ist nach wie vor unklar. Eigentümer des Gleises ist die Stiftung Deutsche Kleinbahnen mit Ludger Guttwein. Der hatte im OZ-Interview vor wenigen Wochen anklingen lassen, dass es durchaus im Bereich des Möglichen sei, die Kleinbahn, die derzeit von Klütz nach Reppenhagen fährt, bis nach Grevesmühlen fahren zu lassen.

Historie

Entstanden ist der Bahnhof im Zusammenhang mit dem 1865 erfolgten Trassenbau der Bahnstrecke

Lübeck-Kleinen (heutiges Bad Kleinen). Eigentlich sollte Grevesmühlen statt Kleinen zum Kreuzungspunkt der Ost-West und Nord-Süd Verbindungen der Friedrich- Franz-Eisenbahn ausgebaut werden. Daraus

wurde jedoch nichts, da die Stadt sich nicht entschließen konnte, den dafür notwendigen Grund und Boden abzugeben. Grevesmühlen blieb somit ein kleinstädtischer Bahnhof.

Michael Prochnow

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