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Nordwestmecklenburg Der Spielplatz für Technik-Fans
Lokales Nordwestmecklenburg Der Spielplatz für Technik-Fans
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20:54 10.04.2017
Das Team Bestenrade Werk II mit Jens Biernatzky (v. l.), Nico Onischke, Jörg Hinz, Remo Schmidt, Ralf Grötter, Rico Meyer und Marvin Hinz.

Rico Meyer aus Menzendorf, Jens Biernatzky aus Roxin, Jörg Hinz aus Bülow, Remo Schmidt aus Bestenrade und Nico Onischke aus Demern verbindet neben Freundschaft auch ein gemeinsames Hobby. Zusammen mit Ralf Grötter aus Demern und Marvin Hinz aus Groß Rünz reisen sie bis zu zehn Mal im Jahr auf die Äcker der Republik, um ihre Traktoren zu zeigen und auszuprobieren. Beim fünften Oldtimerpflügen in Plüschow am Wochenende wagten sie sich auf neues Terrain und an die spezielle Aufgabe.

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Beim Oldtimer-Pflügen in der Gemeinde Plüschow geht es vor allem um das Miteinander.

„Wir haben einen Tag vorher das erste Mal geübt. Wir haben beruflich nichts mit Traktoren zu tun, also können wir auch nicht pflügen“, erklärte der Bestenrader Remo Schmidt. Stattdessen wurde eine Woche vor ihrem Ausflug im Internet nach einem Pflug Ausschau gehalten. Und tatsächlich fand das Team „Bestenrade Werk II“ einen bezahlbaren Pflug auf der Insel Rügen. „Also ging es vergangenes Wochenende mal nach Rügen einen Pflug holen“, erzählte der Menzendorfer Rico Meyer.

In Meierstorf bei Plüschow, wieder Austragungsort des diesjährigen Oldtimerpflügens, wurden dann erwachsene Männer wieder zu kleinen Kindern. Denn die Traktoren, die liebevoll restauriert wurden, müssen natürlich auch im Einsatz zeigen, was sie können. Ein Belarus, ein ZT Fortschritt, ein Zetor Baujahr 1954 und ein Mercedes Benz-Truck dienten den Männer als „Spaßmobil“. Denn darauf kam es nicht nur den Männern, sondern auch dem Veranstalter, dem Dorfclub Plüschow, an. Unterstützt von der Gemeinde, der Agrarproduktionsgenossenschaft und der Feuerwehr kamen weit mehr als 1000 Gäste, um sich die Maschinen anzuschauen. Die Technik war auch gleichzeitig eine Reise in die Geschichte der Landwirtschaft. Denn ohne die vielen Enthusiasten würden die alten Maschinen längst auf dem Schrottplatz verrotten. So aber werden sie erhalten und weiter genutzt.

„Ich glaube, genau das macht unsere Veranstaltung hier aus. Es gibt weder Preise noch Bestwerte zu erreichen. Jeder kann den Pflug in die Erde halten und sich einmal ausprobieren“, erklärte der Vorsitzende des Plüschower Dorfclubs, Ulf Nienkarken. Bis zum Anmeldeschluss standen 49 Fahrzeuge auf der Liste, doch Nienkarken geht davon aus, dass auch „einfach weitere Traktoren auf das Feld gefahren sind und ihr Glück versucht haben.“ Das ist aus Sicht der Veranstalter auch völlig in Ordnung.

„Es geht um nichts und wer nicht pflügt, kann auch grubbern. Jeder kommt auf ihre Kosten. Ich hätte nie gedacht, dass diese Veranstaltung mal so ausufert“, sagte Ulf Nienkarken. Er freut sich, dass diese Veranstaltung dazu beiträgt, den Zusammenhalt in der Gemeinde zu festigen – so wie auch das Osterfeuer am nächsten Wochenende.

 Maik Freitag

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