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Nordwestmecklenburg Der Tag der Milch und des Kindes
Lokales Nordwestmecklenburg Der Tag der Milch und des Kindes
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20:12 01.06.2017
Die Herrnburger Viertklässler Leander, Mara und Jola (v. l.) fühlen sich wohl auf einem Ausflug am Tag der Milch. Eine Station: der Hof Falkenhusen. Er betreibt eine biologische Milch- und Viehwirtschaft mit 130 Kühen. Quelle: Fotos: Lenz

Seit 1950 ist der 1. Juni der Internationale Tag des Kindes. Für 75 Schüler der Grundschule in Herrnburg war gestern auch der Tag der Milch. Sie konnten auf Initiative des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern und des Kreisbauernverbands Nordwestmecklenburg einen Milchviehbetrieb und eine Molkerei kennenlernen.

75 Grundschüler lernen die Gläserne Molkerei in Dechow und den Hof Falkenhusen in Lübeck kennen.

„Es gefällt mir gut“, sagte der neunjährige Benno aus Wahrsow in der Gläsernen Molkerei in Dechow, nachdem er bereits einen Bauernhof besichtigt hatte, dessen Milch dort verarbeitet wird: der Hof Falkenhusen, den Familie Aewerdieck westlich und östlich der Wakenitz betreibt. Für Benno war es nicht der erste Besuch eines Bauernhofs. Für andere Kinder dagegen schon. Sehr lehrreich war der Ausflug für alle.

Das war ganz im Sinne der Organisatoren. Petra Böttcher, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands, erklärte: „Die ganze Produktionsschiene der Milch soll aufgezeigt werden.“ Auch werde darüber informiert, wie wertvoll die Milch für unsere Ernährung sei.

Silvia Ey von Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern ergänzte: „Milch ist für den Knochenaufbau wichtig.“ Vor Augen geführt werde den Kindern beim Besuch des Bauernhofs und der Molkerei aber auch:

„Milch kommt nicht nur aus der Tüte und aus dem Joghurtbecher.“

Wie kamen die 75 Kinder aus der Gemeinde Lüdersdorf zu dem besonderen Erlebnis am Tag der Milch? Die Herrnburger Grundschulkoordinatorin Steffi Holle antwortet: „Der Kreisbauernverband hat uns angesprochen. Wir haben gerne zugestimmt.“ Lehrer bereiteten die Themen des Ausflugs für drei zweite Klassen und eine vierte Klasse im Sachkundeunterricht vor. Unterstützung bekamen die Pädagogen gestern von Eltern, die die Schüler begleiteten. „Sie sind auch ganz begeistert“, freute sich Steffi Holle.

In Dechow besichtigten die Schüler, Mütter, Väter und Lehrer die 2012 eröffnete Molkerei, die regelmäßig Führungen für Kinder und Erwachsene anbietet. Sie verarbeitet Bio-Milch von Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen. „Wir haben insgesamt 105 Mitarbeiter“, erläutert Peter Knopp, Geschäftsführer des Unternehmens, das bereits 2009 eine Molkerei in Münchehof, einem Ort im nördlichen Spreewald, eröffnete. Peter Knopp sagt, die Firma unterstütze gern das Angebot von Landesbauernverband und Kreisbauernverband, denn: „Es ist toll, dass Kinder kommen, dass sie sich mit Landwirtschaft, Milch und Lebensmitteln beschäftigen.“ Das Unternehmen halte es für wichtig, immer wieder für die Landwirtschaft zu werben. Auch sei der Tag der Milch eine Gelegenheit, auf Möglichkeiten der Ausbildung aufmerksam zu machen. „Wir suchen Lehrlinge“, sagt Peter Knopp. Das Unternehmen habe an beiden Standorten sehr gute Erfahrungen mit Auszubildenden gemacht. Die Berufsaussichten seien in seiner Branche in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut. In Dechow bietet der Betrieb Ausbildungen zum Milchtechnologen und zum milchwirtschaftlichen Laboranten an.

Praktika sind ebenfalls möglich.

Warum wählte der Bauernverband für den gestrigen Tag der Milch einen Bio-Milchviehbetrieb und eine Bio-Molkerei aus? „Wir wollen die ganze Bandbreite darstellen“, antwortet Silvia Ey vom Landesbauernverband. Sie berichtet: „Im letzten Jahr haben wir es mit einem konventionellen Betrieb gemacht.“

Der Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg lädt unabhängig vom Tag der Milch Einheimische und Gäste zu Besichtigungen von Milch- und Ackerbaubetrieben mit Informationen und Verkostungen ein: ab 5.

Juli bis 30. August mittwochs von 10 bis 12 Uhr im 14-tägigen Wechsel in der „Rainer und Christian Mann GbR“ in Steinbeck und im Betrieb „Güter Brook und Christinenfeld“ in Brook. Erwachsene zahlen drei Euro. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Besuch kostenlos.

Kontakt: ☎ 03881 / 712053,

www.kreisbauernverband-nwm.de

Niedrige Preise, mehr Bio

Die derzeitigen Milchpreise sind nach Einschätzung der Bauernverbände nicht ausreichend, um

die Erzeugerbetriebe zu stabilisieren. 2016 gaben in Nordwestmecklenburg nach Auskunft des Kreisbauernverbands drei Betriebe die Milchproduktion auf.

Der Anteil der Biomilch an der

Kuhmilchanlieferung in Deutschland erhöhte sich nach Auskunft des Milchindustrieverbands von 2,3 Prozent in 2015 auf 2,5 Prozent in 2016. Damit setzte sich ein jahrelanger

Zuwachs auch der Menge auf

zuletzt 794716 Tonnen fort.

Jürgen Lenz

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