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Nordwestmecklenburg Der Weg ist das Ziel – 750 Kilometer bis nach Laxå
Lokales Nordwestmecklenburg Der Weg ist das Ziel – 750 Kilometer bis nach Laxå
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21:16 27.05.2016
Machten sich gestern Vormittag auf den Weg: (v. l.) Benny Andersson, Michael Prochnow und Eric Korfmann. Quelle: Jana Franke

Das soll ein Fahrradsattel sein? Was Gerald Thurow, Inhaber des Fahrradgeschäfts in der Grevesmühlener August-Bebel-Straße, auf mein Rad gebaut hat, sieht aus wie ein Schuhlöffel. Nur viel kleiner. „Das passt, du wirst sehen, aber Schmerzen wird es geben, der zweite und dritte Tag sind am schlimmsten.“ Schöne Aussichten. Egal, es wird schon gehen. Es ist ja auch für einen guten Zweck.

Als Benny Andersson, gebürtiger Schwede und Grevesmühlener aus Leidenschaft, vor ein paar Monaten nachfragte, wer ihn denn auf seiner Radtour in die schwedische Partnerstadt Laxå begleiten wollte, war es ziemlich ruhig in der Runde. Nur die Zeitung meldete sich. „Na dann“, sagte Benny. Und mein Name stand auf der Liste. Für jemanden, der mit dem Fahrrad selten mehr als die zwei Kilometer bis ins Büro und zurück fährt, wird es definitiv eine Herausforderung. Grevesmühlener Radexperten sparten in den vergangenen Tagen nicht mit Tipps. Die Kollegen auch nicht. Die Wetten reichen von „Der schafft es nicht mal bis Wismar“ bis „Wenn er einen guten Tag hat, vielleicht nach Warnemünde“. Wir werden sehen.

Letztendlich geht es darum, eine Städtepartnerschaft mit Leben zu erfüllen, die seit vielen Jahren Früchte trägt. Der Kontakt zu den Menschen in Laxå ist in den vergangenen zwei Jahren vor allem durch das EU-Projekt zum Thema Inklusion gewachsen. Jetzt geht es darum, diese Kontakte zu erhalten, vielleicht sogar zu erweitern. Zurück geht es nämlich von Schweden mit einer Delegation aus Laxå

mit dem Bus. Mit im Gepäck eine Musikgruppe, die beim Stadtfest am zweiten Juniwochenende für Stimmung sorgen wird.

Statt teurer C-Promis gibt es ehrliche Musik aus Schweden von Menschen, zu denen einige Grevesmühlener eine Beziehung haben. Und vielleicht sind es nach dem Stadtfest ein paar mehr. Wir jedenfalls werden alles dafür tun, die Werbetrommel zu rühren und dafür auch die Schmerzen ertragen. Das ist zumindest das Ziel, sagt

Michael Prochnow

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