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Nordwestmecklenburg Die Jugendweihe liegt voll im Trend
Lokales Nordwestmecklenburg Die Jugendweihe liegt voll im Trend
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18:17 21.05.2016
Die Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier (SPD) übergibt in Schönberg Urkunden und Bücher an Jugendweiheteilnehmer. Quelle: Fotos: Dirk Hoffmann

Großer Tag für viele Achtklässler aus Schönberg und dem Umland. In zwei Durchgängen wurden gestern in der Palmberghalle insgesamt 116 Mädchen und Jungen der Regionalen Schulen in Schönberg, Dassow, Wahrsow und Schlagsdorf sowie des Schönberger Ernst-Barlach-Gymnasiums und der Förderschule „Anne Frank“ in Feierstunden in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen.

In Schönberg gehen 116 Mädchen und Jungen den Schritt ins Erwachsenenleben – mehr als im vorigen Jahr.

In ihrer Festrede führte die Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier (SPD) dem Nachwuchs zunächst noch einmal vor Augen, dass die Kindheit nun endet und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ein Abschnitt, in dem die jungen Erwachsenen nach Darstellung von Tegtmeier auch ein Stück Verantwortung selber tragen müssen. Die globale Welt würde ihnen zudem viele Möglichkeiten eröffnen, wie sie fortführte. Und die Jugendlichen hätten natürlich auch das Recht, kritisch zu sein.

Gespannt blickten da bereits viele Eltern und Großeltern sowie weitere Verwandte auf die Bühne. Denn lange sollte es nun nicht mehr dauern, bis die Jugendlichen nach und nach aufgerufen wurden.

Tegtmeier übergab ihnen die Jugendweiheurkunde und das Buch „Wendepunkt, Weltanschauung, Werte“. Dabei sah sie in ganz unterschiedliche Gesichter. Einige Jugendliche hatten echtes Lampenfieber, andere schienen es gelassener zu sehen und wirkten entspannt. „Ich bin schon ganz schön aufgeregt“, gab zum Beispiel die Schönbergerin Sophie-Loreen Seidler (14) zu.

Auch der 15-Jährige Maximilian Wangelin aus Harkensee wirkte etwas angespannt. Die Stellprobe am Tag zuvor habe ihm vor Augen geführt, dass es jetzt bald losgeht, wie er erklärte. Dann sei bei ihm die Anspannung von selbst gekommen. Aber auch die Freude auf diesen Tag, wobei Maximilian da vor allem an die Party dachte.

Der Selmsdorfer John Moritz (14) hingegen war kein bisschen aufgeregt. Der in wenigen Minuten beginnenden Feierstunde sah er ziemlich entspannt entgegen. Auch er freute sich auf den Tag und hoffte auf möglichst viele Geldgeschenke.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von der Gruppe „Nordprojekt“ aus Arpshagen. Für ihre vorgetragenen Rezitationen und Lieder gab es für die Sängerin Anika Schwatinski, ihren Vater Rüdiger am Keyboard und ihren Bruder Tobias an Gitarre und Ukulele viel Applaus des Publikums. Mit dem „Mecklenburger Lied“ verabschiedeten sie die Mädchen und Jungen aus der Palmberghalle in das Erwachsenendasein.

„Es hat alles wunderbar geklappt“, freute sich Martina Fischer, Jugendberaterin beim Verein Jugendweihe MV. Der Aufwand hatte sich gelohnt, die Feierstunde war ein Erfolg.

Zufrieden zeigte sich Fischer auch mit der Zahl der Teilnehmer. Mit 116 Mädchen und Jungen gab es deutlich mehr als im vergangenen Jahr. 63 Prozent aller möglichen Achtklässler hatten sich, so Fischer weiter, diesmal für die Jugendweihe entschieden.

„Die Tradition lebt weiter. Schön, dass es die Jugendweihe gibt“, meinte der 51-jährige Rainer Möller, der seine Tochter Pauline (14) zur Feierstunde begleitete. Auch Grit Reyer (45) aus Roggendorf nannte es eine schöne Tradition. Ihr Sohn Malte (14) gehörte ebenfalls zu den Jugendweiheteilnehmern.

Dirk Hoffmann

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