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Nordwestmecklenburg Die Klützer Mühle ist verkauft worden
Lokales Nordwestmecklenburg Die Klützer Mühle ist verkauft worden
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20:19 02.06.2016

Jetzt ist es amtlich: Die Klützer Mühle ist verkauft. Die SchlossStadt gibt die Immobilie für 295000 Euro an Thomas Weilepp und Manuela Homuth-Weilepp ab. Beide betreiben bereits seit 2011 die Villa Seebach im Ostseebad Boltenhagen. Jetzt übernehmen sie auch die denkmalgeschützte Mühle mit dem dazugehörigen 5755 Quadratmeter großen Grundstück. Die Klützer Stadtvertreter haben den Beschluss zum Verkauf während ihrer jüngsten Sitzung in dieser Woche gefasst. „Es war eine einstimmige Entscheidung, den Kaufvertrag anzunehmen. Wir sind sehr zufrieden“, sagt Bürgermeister Guntram Jung (CDU).

Die Klützer Mühle steht seit April 2014 leer. Bald soll wieder Leben einkehren. Quelle: Sylvia Kartheuser
Die neuen Besitzer der Klützer Mühle: Manuela Homuth-Weilepp und Thomas Weilepp, Betreiber der Villa Seebach. Quelle: F. Bökelmann
Die Klützer Mühle steht seit April 2014 leer. Bald soll wieder Leben einkehren. Quelle: Sylvia Kartheuser

Wir sind sehr glücklich, dass es mit dem Kauf geklappt hat. Seit August 2015 haben wir unser Interesse gezeigt.“Manuela Homuth-Weilepp, Käuferin der

Klützer Mühle

Mehrere Bewerber

Rund zehn Bewerber soll es laut Guntram Jung gegeben haben. Von ihnen waren den Klützer Stadtvätern verschiedene Konzepte präsentiert worden. „Es war nicht immer das, was wir uns vorgestellt haben.

Einiges war schlicht auch nicht finanzierbar“, erklärt er. Thomas Weilepp und Manuela Homuth-Weilepp hatten der Stadt ihre Ideen im November 2015 vorgestellt – und überzeugt. „Schon damals hatten die Vertreter grünes Licht gegeben“, berichtet der Bürgermeister. Letztlich habe es ein wenig länger gedauert, den Vertrag auf den Weg zu bringen. „Das hat uns und die Käufer etwas geärgert, aber es geht nicht immer schnell. Das Kleingedruckte ist wichtig“, so Bürgermeister Guntram Jung

Gastronomie ist Stadt wichtig

Unter den Hammer ist die Mühle gekommen, weil die Stadt sich die Immobilie nicht leisten könne, wie der Bürgermeister sagt. Allein für Reparaturkosten hatte Klütz in der Vergangenheit einen hohen sechsstelligen Betrag investieren müssen. Dennoch stellte die Stadt Ansprüche an den neuen Käufer. So sei es bei der Wahl wichtig gewesen, dass die Gastronomie im Gebäude erhalten bleibt. Denn die 1904 errichtete Galerie-Holländer-Mühle war in den Jahren 1983 bis 1985 unter tätiger Mithilfe von Betrieben und Bürgern zu einer Gaststätte umgebaut worden. „Sie gehört zu den Wahrzeichen der Stadt.

Und es steckt viel Tatkraft drin. Deshalb war es auch so umstritten, ob sie verkauft werden soll“, meint Jung. Doch nun wechselt die Mühle den Besitzer.

Käufer halten sich noch bedeckt

Die künftigen Inhaber halten sich mit ihren Plänen noch bedeckt. „Ich möchte dazu jetzt noch nichts sagen. Wir müssen uns erst einmal mit unserem Unternehmensberater zusammensetzen“, sagt Manuela Homuth-Weilepp auf Nachfrage. Es gebe ein Konzept, doch durch die Verzögerungen bei der Kaufabwicklung müssten noch Dinge geklärt werden. Wann der Betrieb in der Mühle losgehen soll, sei noch nicht zu sagen. Der Betrieb in der Villa Seebach soll derweil wie gewohnt weitergehen. „Es bleibt alles beim Alten. Es werden ein paar Dinge in die Klützer Mühle ausgelagert, weil der Platz dafür in Boltenhagen zu klein ist“, verrät Homuth-Weilepp. Sie und ihr Mann seien sehr glücklich, dass der Kauf jetzt über die Bühne geht. Seit August 2015 hätten der Küchenmeister und die Hotelbetriebswirtin, die aus Parchim kommen, an der Immobilie gebaggert.

Wahl neuer Ausschussmitglieder

Die Klützer Stadtvertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung auch mehrere Personalentscheidungen getroffen. Diese waren durch das Ausscheiden von Amtsvorsteherin Renate Menzel (LN berichteten) erforderlich geworden. Für sie rückt Peter Ellenberg (SPD) in die Stadtvertretung nach. Er besetzt nach Abstimmung der weiteren Vertreter zugleich Stellen in zwei Fachgremien. Ellenberg übernimmt die freigewordenen Posten im Klützer Wirtschafts-, Tourismus und Umweltausschuss sowie im Hauptausschuss. Für die vakante Stelle im Amtsausschuss wählten die Stadtvertreter außerdem Antje Zimmer (parteilos).

Mühle wurde im Jahr 1904 erbaut

295000 Euro zahlt das Ehepaar Thomas Weilepp und Manuela Homuth-Weilepp, die bereits die Villa Seebach in Boltenhagen betreiben, für die Klützer Mühle an die Stadt.

1904 wurde die Galerie-Holländer-Windmühle nach knapp zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Es gab einen Vorgängerbau: Die Erdholländermühle ist 1901 abgebrannt.29 Jahre lang war das Restaurant in der Klützer Mühle ein beliebtes Ausflugsziel. Seit April 2014 steht das Gebäude im Norden der Stadt leer. Der Pachtvertrag mit den damaligen Betreibern war ausgelaufen.

5755 Quadratmeter ist das Grundstück insgesamt groß. Die denkmalgeschützte Mühle ist dreigeschossig, unterkellert und besitzt einen Anbau, der beim Umbau ab 1982 hinzugefügt wurde.

Daniel Heidmann

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