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Nordwestmecklenburg Die Rütinger Brandserie: Unmut über TV-Beitrag
Lokales Nordwestmecklenburg Die Rütinger Brandserie: Unmut über TV-Beitrag
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15:15 10.11.2016

 Bürgermeister Holger Hinze berichtete, dass die Kriminalpolizei derzeit leider keine Informationen herausgebe. Das hätte verschiedene Gründe, unter anderem auch, den Täter nicht über das Vorgehen der Ermittler zu informieren. Die Polizei zeigt seit einiger Zeit verstärkt Präsenz in der Kommune.

Hinze fand anerkennende Worte für die Bürger seiner Gemeinde und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die sich nun bereits seit Wochen in ständiger Alarmbereitschaft befinden. „Angesichts einer solchen Situation“, so Hinze, „könnte leicht Hysterie ausbrechen. Die Bürger sind besorgt, sie rüsten ihre Häuser und Gelände mit Bewegungsmeldern und Licht auf, aber sie bleiben bisher besonnen. Und genau das ist es, was wir jetzt dringend brauchen.“ Hinze berichtete von Bürgern, die nach der Arbeit eine Runde durchs Dorf fahren, bevor sie in Richtung ihres eigenen Hauses abbiegen. Andere treffen sich nach Feierabend zu einem Spaziergang im Freien, um die Umgebung im Blick zu behalten. „Dennoch kann niemand eine 24-Stunden-Beobachtung gewährleisten“, räumte Hinze ein.

Der auf Sat.1 erschienene Beitrag zur Rütinger Brandserie hat offenbar viele Bürger in der Gemeinde verärgert. „Das sind genau die Art von Medienberichten“, so der Bürgermeister, „die einfach nur Panik schüren. Wo es um billige Sensationslust geht. Und das braucht hier niemand.“ In der Kritik, so Hinze, stehe auch das Verhalten des Reporters. Die Feuerwehrleute hatten in der Nacht auf Dienstag aufgrund des Heckenbrandes zweimal ausrücken müssen.

Beim ersten Mal hatten sie selbst den Brand entdeckt und waren umgehend aktiv geworden. Beim zweiten Ausrücken in der Nacht gegen 2 Uhr war die Kriminalpolizei zuvor informiert worden, dass das Feuer angeblich noch glimmen würde. „Von wem der Anruf kam“, so Wehrführer Thomas Thiem, „ist nicht ganz klar.“ Die Kripo hatte danach über die Leitstelle den Alarm ausgelöst. Als die Feuerwehrleute dann zum zweiten Mal in dieser Nacht ihre Familien verlassen mussten und am Brandort eintrafen, fanden sie dort aufgestellte Scheinwerfer und die auf sie gerichtete Kamera vor.

 Annett Meinke

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