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Nordwestmecklenburg Die Sache mit der Schreibweise
Lokales Nordwestmecklenburg Die Sache mit der Schreibweise
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18:10 14.01.2017

Warum fotografierst du und was schreibst du?“, hörte ich eine Mädchenstimme fragen. Als ich ihr erklärte, dass ich bei der Zeitung arbeite und einen Artikel veröffentlichen möchte, winkte sie ab.

„Ich war auch schon mal in der Zeitung. Zweimal sogar, als Baby und mit meiner Schulklasse. Und immer wurde ich falsch geschrieben“, beschwerte sie sich. Sogar ihre Lehrerin würde das nicht hinbekommen und Oma und Opa, mit denen sie und ihre Mama gerade in Boltenhagen ein verlängertes Wochenende verbringen, hätten auch so ihre Schwierigkeiten. Immer würden sie ein „N“ dazudichten, erklärte sie mir mit verschränkten Armen vor der Brust. Dabei sei das alles doch gar nicht so schwierig! „Jen-ni-fer“, sagte sie ihren Namen in Silben. Rein vom Hören ist der ja nun wirklich nicht so ungewöhnlich, dass man ihn falsch schreiben kann, dachte ich so bei mir. „Mit ,G’“, fügte sie hinzu. Okay? Gennifer – oh, Pardon, nun mache ich den Fehler wie Oma und Opa – Genifer habe ich noch nie gelesen. Entrüstet schüttelt die Siebenjährige den Kopf, verdreht die Augen und macht auf dem Absatz kehrt– so, als wollte sie sagen: Es hat sowieso keinen Zweck, schon wieder einer von diesen Journalisten, die meinen Namen falsch schreibt. Aber da du nicht nur vom Namen her, sondern auch menschlich für mich etwas ganz Besonderes warst, habe ich einfach heimlich deine Mama nach der Schreibweise deines Namens gefragt und grüße dich hiermit ganz herzlich, liebe Guinevere.

LN

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