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Nordwestmecklenburg Die Spenden sind angekommen
Lokales Nordwestmecklenburg Die Spenden sind angekommen
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00:00 18.10.2012
Auf dem Hof des Sozialamtes der Stadt Lida wurden die Spenden entladen. Auf der Lkw-Rampe hilft Ekkehard Giewald, DRK-Kreisvorsitzender, mit. Fotos: Robert Niemeyer
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Nordwestmecklenburg

Lida/Grevesmühlen – Es ist geschafft, die Spenden sind angekommen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr brachte die Initiative Lidahilfe aus Grevesmühlen Hilfsgüter nach Weißrussland. Am Freitagmorgen war die zehnköpfige Gruppe mit zwei vollbeladenen Transportern und einem Lkw aufgebrochen. Am Montag schließlich wurden die Sachen beim Sozialamt Lidas abgegeben. „Es hat alles gut geklappt. Wir sind gut über die Grenze gekommen. Und die Menschen hier freuen sich sehr“, sagte Ekkehard Giewald, Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, der den Hilfstransport begleitet. Im nächsten Jahr feiert die Lidahilfe übrigens ihr 20-jähriges Bestehen.Nach gut 20-stündiger Fahrt mit Zwischenübernachtung kurz vor der weißrussischen Grenze erreichten die zehn Lidahelfer am Samstagabend die 100 000 Einwohner zählende Stadt Lida. Rekordverdächtig schnell, hieß es, sei die Abfertigung an der Grenze gewesen. Knapp viereinhalb Stunden dauerte der Kampf durch den weißrussischen Behördendschungel. Doch sämtliche Papiere für den Zoll waren vollständig. Mit Roman Rayn, der zum ersten Mal den Hilfstransport begleitete und gebürtiger Ukrainer ist, fand sich ein fähiger Muttersprachler und Dolmetscher. „Ich war ganz schön nervös. So etwas habe ich noch nie gemacht“, sagte der 22-Jährige.Aber ans Ausruhen im Hotel war auch in den folgenden Tagen nicht zu denken. Beim Zoll hieß es abermals, die bürokratischen Hürden zu meistern. Abermals verbrachten die Lidahelfer mehrere Stunden in einem weißrussischen Amt. Doch hier erhielten sie Unterstützung von Ludmila Wladimirowna, Leiterin des Lidaer Sozialamtes, und ihren Mitarbeiterinnen. Seit Jahren erhält das Sozialamt Spenden aus Grevesmühlen. Entladen wurden Betten, Rollstühle, Tische, Matratzen und säckeweise Kleidung und Textilien, die im Vorfeld gespendet worden waren. „Vielen Dank. Das ist so viel. Es ist schön, dass so viele Menschen in Deutschland helfen“, sagte die Leiterin des Sozialamtes. Kurz vor dem Anbrechen der Dunkelheit war es geschafft, waren die Spenden sicher verstaut.In den nächsten Wochen werden die Mitarbeiter des Sozialamtes diese verteilen. Einen großen Teil erhält das Altenheim Lidas. 44 Rentner leben dort. Sie brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können. Denn die meisten hier bekommen keine Unterstützung von ihren Familien oder haben gar keine Verwandten.Die Initiative Lidahilfe zeichnet sich aber vor allem dadurch aus, dass zwischen den Helfern in Deutschland und den Empfängern in Weißrussland ein enger, schon mehrere Jahre existierender Kontakt besteht. Viele Pakete waren persönlich adressiert. Über die Unterstützung hinaus werden diese Freundschaften gepflegt, per Brief, per Telefon oder per E-Mail. So wie beispielsweise bei Angelika Bukato. Die 42-jährige alleinstehende Mutter zweier Kinder bekam mehrere Spendenpakete von Lisa Stoeter aus Selmsdorf. Die Invalidenrentnerin muss mit 250 Euro im Monat auskommen. Durch die persönliche Spende weiß sie, woher diese kommt. Und ihre Unterstützerin weiß, dass die Hilfe auch ankommt, wo sie ankommen soll.

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