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Nordwestmecklenburg Die Spendenbereitschaft nimmt immer weiter zu
Lokales Nordwestmecklenburg Die Spendenbereitschaft nimmt immer weiter zu
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18:16 06.05.2016

Wir haben selbst genügend Probleme. Diesen Satz haben die Mitglieder der Lidahilfe aus Grevesmühlen auch schon zu hören bekommen, wenn es um die Unterstützung der seit 22 Jahren andauernden Hilfstransporte nach Weißrussland geht. Allerdings sehr selten. Deutlich öfter öffnen die Menschen ihr Herz und ihre Brieftasche für die gute Sache. Die Spendenbereitschaft, das kann man ohne Umschweife sagen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Bemerkenswert dabei: Sehr viele ältere Menschen, allen voran diejenigen, die die Flucht und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg noch erlebt haben, unterstützen die Aktion. Ich habe eine Frau aus Grevesmühlen gefragt, die mit ihrer Familie aus Königsberg geflohen ist in den letzten Kriegstagen, die Zerstörung der Stadt, die Fliegerangriffe auf die Flüchtlingskolonnen miterlebt hat, warum sie für die Nachfahren der Soldaten der Roten Armee spendet. Die Antwort lautete: Weil sie unsere Hilfe brauchen. Kein Groll, kein Hass war in dieser Frau, die sich noch an viele furchtbare Details erinnern konnte, die sie auf der Flucht erlebt und gesehen hatte. Heute, mehr als 70 Jahre nach Kriegsende, baut auch die Lidahilfe Brücken zwischen Weißrussland und Deutschland. Die Betten, Möbel, die Kleidung, die Schuleinrichtungen sind die eine Seite der Hilfe. Die andere sind Begegnungen mit Menschen, hier wie dort.

LN

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