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Die Stadt Klütz kämpft gegen großes Müllproblem

Klütz Die Stadt Klütz kämpft gegen großes Müllproblem

An Wertstoffcontainern werden immer wieder Sperrmüll, Farbeimer und Bauschutt abgelegt / Es gab bereits Anzeigen / Verursacher sollen zahlen.

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Am Wertstoffcontainer in Arpshagen werden auch Farbeimer oder Stühle unerlaubt entsorgt. Fotos (2): Guntram Jung

Klütz. Jetzt reicht es Guntram Jung (CDU): Der Klützer Bürgermeister will das Fehlverhalten einiger Mitbürger nicht länger hinnehmen. Seine Stadt kämpft seit geraumer Zeit gegen ein Müllproblem. „Die Wertstoffsammelplätze werden permanent zu Müllablageflächen“, ärgert sich Jung. Nun geht er in die Offensive. Denn er habe aktuell das Gefühl, dass die Mengen des entsorgten Mülls immer weiter zunehmen. „Das geht gar nicht und ärgert mich sehr“, so Jung. Er werde immer häufiger wegen der Unordnung angesprochen.

 

LN-Bild

Am Bahnhof wurden alte Bodenbeläge und anderer Müll einfach neben die Container geworfen.

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Gleich an mehreren Ecken in der Stadt verschandelt die unerlaubte Entsorgung das Ortsbild. Hauptproblemflächen seien die Wertstoffcontainer in den Ortsteilen Christinenfeld und Arpshagen, aber auch am Bahnhof in Klütz. Papier, Pappe und Glas können in die bereitgestellten Container geworfen werden. Doch drumherum sammeln sich diverse andere Materialien an, die dort nicht hingehören.

„Zum Teil wird Sperrmüll abgelegt – Teppichreste, alte Stühle“, erklärt Jung. Aber auch Eimer mit Farbresten seien zu entdecken. „Das verursacht für die Stadt zusätzliche Kosten, da die Dinge fachgerecht entsorgt werden müssen“, so der Bürgermeister weiter. Auch Eva Eckert, die für die Stiftung Deutsche Kleinbahnen die Besucher am Klützer Bahnhof betreut, ist das Verhalten bereits sauer aufgestoßen. In unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes entsteht immer wieder einer dieser Müllberge. „Das sieht nicht schön aus. Da kommen Autos angefahren und die Insassen schmeißen da längst nicht nur ihren Müll weg“, bestätigt sie. Da die Container nicht so sehr unter Beobachtung stehen, entledigen sich die Täter auch ihrer kaputten Fernseher, Kindersachen, alten Schuhe oder Werkzeuge. „Es wird alles hingeschmissen. Unsere Fahrgäste haben mich schon häufiger darauf angesprochen“, so Eckert. Für sie ist klar: Dafür können nur Leute aus Klütz verantwortlich sein.

„Wenn erst einmal irgendwo etwas liegt, wird schnell noch weiterer Müll dazu gepackt“, weiß Jung. Dabei ist das Verhalten eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern ab 25 Euro bis hin zu mehreren hundert Euro sanktioniert werden kann. „Es wurden bereits Fälle zur Anzeige gebracht“, berichtet das Klützer Stadtoberhaupt. Jung vermutet, dass bei einigen Übeltätern gar kein Unrechtsbewusstsein herrsche. Das will er nun wecken. Sollte sich die Situation in Zukunft nicht bessern, müsse man überlegen, die Container wegzunehmen. Aktuell arbeite die Stadt daran, die Häufigkeit der Leerungen zu erhöhen. „Das ist aber auch nicht so leicht, da das weitere Kosten für die Firma bedeutet“, sagt Jung.

Im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt ist das Thema bereits besprochen worden. Zur Debatte steht sogar die Anschaffung von unterirdischen Wertstoffcontainern. Diese Alternativen gibt es in Nordwestmecklenburg bereits in Gemeinden wie Hornstorf und Selmsdorf. „Eine tolle Sache. Doch wir müssen sehen, wie hoch die Kosten wären und inwieweit Förderungsmöglichkeiten bestehen“, so Jung.

Das Müllproblem ist auch der Verwaltung im Amt Klützer Winkel bekannt. Auch dort gehen häufig Beschwerden über illegal entsorgten Sperrmüll und ähnliches ein. „Die Situation ist sehr unbefriedigend und aus Sicht der Verwaltung ist das Verhalten der Bürger nicht nachvollziehbar“, sagt Arne Longerich, Leiter des Bürgerbüros im Amt. „Es gibt für alles Entsorgungsmöglichkeiten, die in den meisten Fällen sogar kostenlos angeboten werden.“ Sofern Verursacher ermittelt werden können, werden deren Daten an den Landkreis übermittelt, der dann Bußgeldverfahren einleitet.

Daniel Heidmann

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