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Nordwestmecklenburg Die Wahl bewegt die Menschen: So viele Briefwähler wie nie zuvor
Lokales Nordwestmecklenburg Die Wahl bewegt die Menschen: So viele Briefwähler wie nie zuvor
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21:17 20.09.2013

Grevesmühlen — Brief statt Wahlkabine: So viele Bürger wie nie zuvor haben sich in Nordwestmecklenburg entschieden, über die Bundestagswahl schon vor dem Wahlsonntag per Post abzustimmen, bestätigte die Pressestelle von Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes im Statistischen Amt MV. Der Trend deute darauf hin, dass die Wahlbeteiligung auch insgesamt höher ausfallen wird als bei der Bundestagswahl 2009. 63,2 Prozent der Bürger gaben damals in Nordwestmecklenburg ihre Stimme ab. Die Ämter der Region unterstreichen nun den regen Zulauf von Briefwahlzetteln. Im Amt Schönberger-Land zeichnete er sich schon Ende vergangener Woche ab. Knapp 1100 Wähler beantragten Briefwahl — von insgesamt 14 510 Wahlberechtigten. Vor vier Jahren seien es 934 Briefwähler, so Martina Meinert vom Amt Schönberger-Land. Im Amt Klützer Winkel ein ähnliches Bild: Von 8950 Wahlberechtigten ließen sich 850 die Wahlzettel nach Hause schicken. „2009 haben wir 500 verschickt“, berichtet die Leitende Verwaltungsbeamte Katrin Pardun.

In der Stadt Grevesmühlen blieb die Zahl der Briefwähler derweil mit etwa 1300 Bürgern im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren konstant. Ähnlich auch in der Hansestadt Wismar. Etwa 3300 Wahlberechtigte erhielten Briefwahlunterlagen. 2009 waren es 3273.

Briefwahl wird immer beliebter. Auch in Bayern machten viele Wähler für die jüngste Landtags- und Bundestagswahl ihr Kreuz lieber zu Hause. Die Landeshauptstadt München musste eilig Unterlagen nachdrucken, weil der Ansturm alle Erwartungen sprengte. Soweit wird es in Nordwestmecklenburg nicht kommen. Die Unterlagen zur Briefwahl sind von der Kreiswahlleitung zur Verfügung gestellt worden.

Die entsprechen etwa zehn Prozent aller Wahlberechtigten — und das reicht aus.

Die Wahl entscheidet sich deshalb erst morgen, wenn die meisten Menschen ihre Stimmen abgeben. Die LN nennen hier die wichtigsten Fakten zum Wahlsonntag. Wann kann gewählt werden?

Von 8 bis 18 Uhr sind die Wahllokale morgen geöffnet.

Wo gebe ich meine Stimme ab? Im Landkreis gibt es 180 Wahllokale. Welches das richtige ist, steht auf der Wahlbenachrichtigung.

Worüber bestimmt der Wähler? Mit der Erststimme wird der Direktkandidat aus dem Wahlkreis in den Bundestag entsendet. Mit der Zweitstimme entscheiden die Bürger, wie viele Kandidaten von den Listen der Parteien ins Parlament dürfen.

Wer sorgt dafür, dass meine Stimme tatsächlich zählt?

1300 fleißige Wahlhelfer sind im Einsatz und zählen nach 18 Uhr die Stimmen aus. Für ihre gut 15 Stunden Arbeit bekommen sie 21 Euro Erfrischungsgeld.

So können die Ergebnisse am Wahlabend live verfolgt werden.

Die LN veröffentlichen auf ihrer Internetseite die Wahlergebnisse aus der Region, die abends immer wieder aktualisiert werden.

• Wahlticker:

www.LN-online.de

Jana Franke und Alexander Loew

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