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Nordwestmecklenburg Die Welt zu Besuch in Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg Die Welt zu Besuch in Grevesmühlen
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20:37 04.08.2017
15 Jugendliche aus zehn Nationen haben Grevesmühlen besucht und unter anderem die Freibad-Gäste bespaßt. Quelle: Foto: Michael Begemann

Die Besucher des Freibads am Ploggensee konnten sich in dieser Woche über ganz besondere Animateure freuen. Für zwei Tage sorgten 15 Jugendliche aus zehn Nationen für Spaß und Unterhaltung in der Grevesmühlener Badeeinrichtung. Sie waren im Zuge des internationalen Workcamps in der Stadt zu Besuch. Das Jugendzentrum (Juz) Grevesmühlen und die Schulsozialarbeit am Wasserturm hatten die internationalen Gäste eingeladen, die sich auch in Wismar über den Zeitraum von drei Wochen um Ferienkinder kümmern. Untergebracht sind sie in der Wagenburg in Wismar.

Für drei Tage besuchten 15 Jugendliche eines Workcamps die Stadt.

„Es hat großen Spaß gemacht und waren sehr gelungene Tage“, sagte Schulsozialarbeiterin Doris Lobatz rückblickend. Neben den zwei Tagen im Grevesmühlener Freibad gab es auch noch einen Kreativ-Workshop in den neuen Räumen des „Juz“ im Bürgerbahnhof. Die 15 Teilnehmer des Workcamps stammen unter anderem aus der Ukraine, Serbien, Russland, Spanien, Frankreich, Italien, Mexiko und dem Irak. „Es sind jedes Jahr neue Teilnehmer. Die diesjährige Gruppe hat sich besonders gut eingebracht und hatte große Lust, gemeinsam mit den Kindern zu spielen und zu toben“, so Lobatz. Bei der Aktion lernen sich auch die Jugendlichen aus aller Welt erst kennen. Dabei wird sich auf Englisch und in allergrößter Not auch mit Füßen und Händen verständigt, wie die Grevesmühlener Schulsozialarbeiterin erklärt.

Los ging es Anfang der Woche mit dem Neptunfest im Freibad. Bei bestem Wetter schauten sich rund 150 Besucher das Treiben an. „Neptuna“ stattete der Einrichtung am Ploggensee einen Besuch ab. Im Kostüm steckte Doris Lobatz selbst. „Neptun kann nicht, weil er die grüne Wassergrippe hat. Deshalb hat er seine Chefin geschickt“, begrüßte sie die Gäste. Auch die Workcamp-Teilnehmer schlüpften in Kostüme und gingen laut Lobatz „völlig in ihren Rollen auf“. 25 Landratten wurden daraufhin getauft. Sie mussten sich einer Rasur und Wäsche unterziehen, ehe sie in das rund 20 Grad warme Wasser geschmissen wurden. Sie entstiegen dem See dann als „karierter Buntbarsch“ oder „quirliger Kastenhai“. „Das Neptunfest war vielen der Workcamp-Teilnehmer aus ihren Ländern gar nicht bekannt. Sie nehmen die Idee als spaßige Veranstaltung mit nach Hause“, sagte Lobatz.

Am Dienstag folgten im Freibad Spiele aus aller Welt. Eine serbische Variante des Zweifelderballs wurde ebenso ausprobiert wie ein mexikanischer Mix aus Stuhl- und Stopptanz. In zwei Durchgängen machten mehr als 70 Kinder und Jugendliche aus Grevesmühlen und der Umgebung mit.

Am Mittwoch ging es im Bürgerbahnhof dann um „Kreatives aus aller Welt“. Hier versuchten sich 55 Besucher an sieben Bastelstationen beim Modellieren von Figuren und Vasen mit Mustern, beim Basteln von Lesezeichen, Herstellen von Ansteckern aus Wäscheklammern oder dem Bau von Schwertern aus. Bis nächsten Freitag wird das Workcamp nun in Wismar fortgesetzt, ehe die Teilnehmer in ihre Heimatländern zurückkehren.

Daniel Heidmann

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