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Nordwestmecklenburg Diskussion um Brückenbau und Ruine
Lokales Nordwestmecklenburg Diskussion um Brückenbau und Ruine
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21:10 12.09.2018
Die Sanierung der Brücke über den Klützer Bach bei Tarnewitzerhagen hat begonnen. Die Bauarbeiten sollen bis 30. September dauern.
Klütz

Die Stadt Klütz muss beim Ortsteil Oberhof an einer ländlichen Straße eine Brücke über den Tarnewitzer Bach sanieren. Eine Brückenprüfung hatte eine Note von 3,8 für das Bauwerk ergeben – bei Note 4 müsste die Brücke gesperrt werden. Etwa 170000 Euro soll die Sanierung der Brücke kosten und Stadtvertreter Jörg Nölck aus Oberhof zweifelt an der Notwendigkeit so einer hohen Ausgabe für die Stadt.

Das ehemalige Kaufhaus Ramelow an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Klütz ist ein Baudenkmal und verfällt immer mehr. Quelle: Fotos: Malte Behnk

Allerdings muss Klütz selber einen Eigenanteil von etwa 60000 Euro zahlen. Bürgermeister Guntram Jung hatte in der jüngsten Stadtvertretersitzung erklärt, dass zusätzliche Fördermittel bewilligt wurden. Die bisherige Förderung über 53000 Euro wurde um weitere 60000 Euro aufgestockt. „Das liegt unter anderem daran, dass das Projekt deutlich teurer geworden ist“, sagte Jung.

Ursprünglich waren die Klützer von Baukosten um 80000 Euro ausgegangen, die haben sich inzwischen verdoppelt. Allerdings muss jetzt doch kein Steg für den Fischotter mehr gebaut werden. Das spare aber nur eine kleine Summe ein. Jörg Nölck bleibt dennoch kritisch. „Ich bin mal unter der Brücke durchgekrabbelt und habe eigentlich keine Schäden entdecken können“, sagte er in der Stadtvertretersitzung. „Die Brücke ist vor 20 Jahren mit Beton gebaut worden. Ich hätte da nichts dran gemacht“, so Nölck. Er wies darauf hin, dass auch die Fördermittel, die den Eigenanteil der Stadt für die Baumaßnahme verringern, Steuergelder seien.

Guntram Jung erklärte daraufhin, dass die Brückenprüfungen alle sechs Jahre nach DIN-Vorschrift stattfinden und dass an der Brücke über den Tarnewitzer Bach ein großer Mangelpunkt die seitlichen Geländer und Planken seien. „Die sollen, so wie sie jetzt sind, nicht sicher sein“, so Jung. „Wenn die Brücke tatsächlich gesperrt würde, hätten wir ein viel größeres Problem“, sagte Jung über die Straße, die Oberhof mit den Dörfern Gantenbeck und Großenhof verbindet und häufig von landwirtschaftlichen Maschinen befahren wird.

Mittlerweile haben die Bauarbeiten an der Brücke begonnen. Das Wasser des Tarnewitzer Baches wird dafür um die Brücke herumgeleitet. Am 30. September sollen sie abgeschlossen sein.

Mit wachsender Sorge betrachten viele Klützer, wie auch Stadtvertreter Uwe Swazina, das ehemalige Kaufhaus Ramelow an der Rudolf-Breitscheid-Straße in der Kleinstadt.

Bereits im Mai hatte die Bauordnungsbehörde des Landkreises Schäden am Dach und der Jugendstilfassade festgestellt. Die Eigentümer wurden verpflichtet, das Gebäude zu sichern. Nachdem in der Klützer Stadtvertretung erneut Kritik am Zustand des Hauses geübt wurde, war die Bauaufsicht des Landkreises gestern Vormittag vor Ort. Die Auflage, Dachelemente fach- und sachgerecht zu fixieren, wurde demnach vom Besitzer erfüllt.

Dennoch ist auch Bürgermeister Guntram Jung nicht glücklich mit dem Zustand des Hauses. „Die Sorge wird größer, dass etwas herunterfällt und jemandem etwas passiert“, sagt er. Auf jeden Fall will die Stadt verhindern, dass der ohnehin schon schmale Fußweg an der viel befahrenen Straße gesperrt werden muss. „Das wäre fürchterlich. Vielleicht müsste man dann eine Überdachung wie an Baustellen in Großstädten schaffen“, sagte Jung.

Ehemaliges Kaufhaus

Bis 2008 war noch Leben im Haus mit der Nummer 60 an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Klütz.

Damals nutzte der Profi-Baumarkt die Räume des ehemaligen Kaufhauses. Seitdem der Baumarkt in

ein moderneres Gebäude umgezogen ist, steht das Haus mit der

Jugendstilfassade leer.

Bereits 2013 gab es vom Landkreis eine Aufforderung an die Besitzer, das Gebäude zu sichern. Inzwischen sind neue Schäden aufgetreten.

Die Stadt hat bereits auf eigene

Kosten geborstene Fensterscheiben mit Holzplatten verschließen lassen.

Malte Behnk

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