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Nordwestmecklenburg Drei Feuerwehren meistern Übung in der Strandklinik
Lokales Nordwestmecklenburg Drei Feuerwehren meistern Übung in der Strandklinik
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10:48 30.10.2012
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Nordwestmecklenburg

Es war fast wie ein richtiger Ernstfall: Das vierte Obergeschoss im Westflügel der Strandklinik in Boltenhagen war am Freitagnachmittag dicht verqualmt. So wirkte es zumindest für 41 Feuerwehrleute der freiwilligen Feuerwehren aus Boltenhagen, Klütz und Grevesmühlen.

Zum inzwischen dritten Mal wurde in der Rehaklinik für Patienten mit Herz-Kreislauf-, Gefäß- und Tumorerkrankungen eine solche große Brandschutzübung absolviert. „Nicht weil wir es müssen, aber weil wir es sinnvoll finden, auf beiden Seiten nach möglichen Schwachstellen zu suchen“, sagte Verwaltungsleiterin Birgit Seblewske gestern bei der Auswertung der Übung. Sowohl die Klinikleitung als auch Sebastian Hacker, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen, zogen ein positives Fazit. „Kleinigkeiten können wir noch ändern. Aber es gibt immer etwas zu verbessern“, sagte Dr. Gerhardt Schwieder, Chefarzt der Onkologie. So berichtete er, dass es manchem Patienten nur schwer verständlich zu machen gewesen sei, nicht den Aufzug, sondern die Treppe zu benutzen. Schließlich war es ja nur eine Übung. „Im tatsächlichen Ernstfall hätte man da wahrscheinlich noch energischer reagiert“, so der Chefarzt.

Am Freitag um 14.15 Uhr war der Alarm für die Brandschutzübung ausgelöst worden. Angenommen wurde dabei ein Notfall wegen starker Rauchentwicklung im 4. Obergeschoss des Westflügels der Strandklinik. Dort befinden sich 25 Patientenzimmer. Patienten und Personal in dem Bereich mussten evakuiert werden. Für die Übung wurde mit einer Nebelmaschine Qualm simuliert. Von den freiwilligen Feuerwehren aus Boltenhagen, Klütz und Grevesmühlen waren 41 Helfer und neun Fahrzeuge im Einsatz. Nach etwa einer Stunde war der Übungseinsatz beendet.

Zunächst hatte das Klinikpersonal selber damit begonnen, die Patienten aus dem betroffenen Bereich zu evakuieren. „Wir haben einen sehr guten Ablaufplan für solche Notfälle. Da weiß eigentlich jeder, was zu tun ist und welche Wege genommen werden müssen“, sagte Verwaltungsleiterin Birgit Seblewske. Mit Eintreffen der Boltenhagener Feuerwehr übernahmen die Profis den Rettungseinsatz. Ihnen eilten erst die Kameraden aus Klütz mit einer Drehleiter zur Hilfe, dann wurde die Feuerwehr aus Grevesmühlen mit einer zweiten Drehleiter dazugerufen. Die Verantwortlichen der Klinik fragten gestern, warum es etwa eine halbe Stunde gebraucht hätte, dass die Einsatzkräfte aus Grevesmühlen bei der Klinik eintrafen. „Das liegt an festen Abläufen beim Ausrücken der Drehleiter“, erklärte Sebastian Hacker. „Die fährt nur in Begleitung eines Löschfahrzeugs raus, das erst besetzt werden musste. Da hier mehrere Löschfahrzeuge im Einsatz waren, hätte das nicht unbedingt sein müssen“, schilderte Hacker. Das könne mit den Grevesmühlenern abgesprochen werden.

Bis 15.46 Uhr hatten die Feuerwehrleute vier Personen mit den Drehleitern gerettet und weitere drei Personen mit Fluchthauben durchs Treppenhaus der Klinik evakuiert.

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