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Nordwestmecklenburg Drei Tage im Zeichen des Blitzes
Lokales Nordwestmecklenburg Drei Tage im Zeichen des Blitzes
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20:10 08.09.2018
Elke Müller und Ingo Hoth von den Opelfreunden Gudow haben sich passend zur Farbe des sportlichen Kadett angezogen. Der Wagen mit 175 PS ist bereits 41 Jahre alt. Ingo Hoth besitzt ihn seit 36 Jahren und ist damit auch Rallyes und Rennen gefahren. Quelle: Fotos: Malte Behnk
Wohlenberg

Mit den Typenbezeichnungen Admiral und Kapitän passt die Marke Opel einfach ans Meer. Zum 23. Mal hat das Opelteam Boltenhagen mit dem Opelclub Rostock ein Treffen für Fans der Automarke direkt an der Ostsee, an der Wohlenberger Wiek, organisiert. Die Besitzer von etwa 600 Autos waren für drei Tage aus ganz Deutschland, aus den Niederlanden, Dänemark und Norwegen in den Klützer Winkel gekommen.

Zum 23. Mal fand in Wohlenberg das Opeltreffen statt / Teilnehmer kamen mit 600 Autos.

„Ich finde es ganz toll, dass die Leute so weite Wege auf sich nehmen, um hierherzukommen“, sagt Organisator Martin Burtzlaff. Er hatte wegen des heißen und trockenen Sommers anfangs Sorge, ob das Treffen wie gewohnt stattfinden könne. „Die Zusammenarbeit mit den Behörden, der Stadt Klütz und der Feuerwehr hat sehr gut funktioniert“, sagt Burtzlaff. Da inzwischen die Waldbrandstufe drei gelte, konnte das Grillen auf dem Platz an der Wohlenberger Wiek erlaubt werden. „Platzrunden mit dem Auto haben wir aber wegen der Brandgefahr verboten“, so Burtzlaff.

Offiziell hat das Opeltreffen von Freitag bis Sonntag stattgefunden. „Die ersten Teilnehmer kommen aber schon donnerstags. Daher sind wir der Stadt und dem Amt sehr dankbar, dass sie dann auch schon hier stehen dürfen“, so Martin Burtzlaff. Einige der Teilnehmer würden sogar eine ganze Woche Urlaub an der Küste verbringen und sich dann auf einem Campingplatz oder im Feriendorf in Wohlenberg einmieten.

Für die meisten Teilnehmer des Treffens steht im Mittelpunkt, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und über das Hobby zu fachsimpeln. Ein Teil der Opelbesitzer möchte aber auch eine fachkundige Bewertung seiner Arbeiten am eigenen Auto. „Etwa hundert Fahrzeuge werden beim ,Show & Shine’ vorgestellt und von einer Jury, zu der auch ein Kfz-Mechanikermeister gehört, bewertet“, so Burtzlaff.

Und so bewegten die stolzen Opelfahrer ihre Schätze am Sonnabend zum Bewertungsplatz. Dabei musste manch einer langsamer als Schrittgeschwindigkeit fahren, um auf dem etwas unebenen Untergrund nicht aufzusetzen. Die Besitzer von Oldtimern hatten es in der Beziehung etwas komfortabler.

Ein kurios aussehendes Modell hatte Christian Cornelius aus Rostock mitgebracht. Auf seinem Calibra Turbo mit 300 Pferdestärken war ein Zelt hochgeklappt, was zum sportlichen Aussehen des Autos nicht ganz passen wollte. „Ich bin ein paar Mal mit meinem Zelt abgesoffen. Deswegen habe ich das Zelt letztes Jahr in einen Dachkoffer gebaut“, erklärt der Besitzer. Etwa 170 Stundenkilometer könne er mit dem Zelt – eingeklappt – fahren.

Eine lange Beziehung zu seinem Opel hat Ingo Hoth aus Gudow, der mit Lebensgefährtin Elke Müller und Enkelin Lena Kamp-Dubslaff beim Opeltreffen war. „Der Wagen ist 41 Jahre alt, und ich habe ihn seit 36 Jahren“, sagt Ingo Hoth, der Autoschlosser ist. Seit er das Auto besitzt, hat es das gleiche Kennzeichen. Nur ein „H“ für den Oldtimerstatus ist inzwischen dazugekommen. „Dreimal habe ich den Wagen inzwischen komplett zerlegt“, sagt er. Immerhin ist er mit dem 175-PS-Opel auch Rennen und Rallyes gefahren. Auch Christopher Birkholz aus Brandenburg war mit einem alten Kadett, Baujahr 1977, nach Wohlenberg gekommen. „Seit 2011 komme ich regelmäßig her“, sagt er. Bevor die Jury einen Blick auf seinen Kadett warf, wischte er schnell die Felgen sauber.

Malte Behnk

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