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Nordwestmecklenburg Drei neue Brandschützer für die Freiwillige Feuerwehr Lockwisch
Lokales Nordwestmecklenburg Drei neue Brandschützer für die Freiwillige Feuerwehr Lockwisch
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21:18 08.02.2016
Michael Vohs (r.) und Stellvertreter Bastian Voss (2. v. l.) freuen sich über neue Helfer: Ulrike (l.) und Dennis Schüßling (2. v. r.) sowie Svenja Karneck. Quelle: Öldorp

Von Zuständen wie in Lockwisch können andere kleine Feuerwehren nur träumen: Während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend berichtete Wehrführer Michael Vohs gleich über drei neue Mitglieder. Mit diesen Neuzugängen hat die kleine Wehr jetzt 25 Mitstreiter — 19 aktive, drei Brandschützer in der Reserveabteilung, zwei Ehrenmitglieder und einen Jugendlichen.

„Wir sind in der glücklichen Lage, uns mit den Neuzugängen weiterhin gut über Wasser halten zu können und die Mindeststärke problemlos zu erreichen“, so Vohs. Er weiß: „In anderen Orten sieht es wesentlich schlechter aus.“

Eine der drei Neuen in Lockwischs Einsatzabteilung ist Svenja Karneck. Sie ist von der Roduchelstorfer zur Lockwischer Wehr gewechselt. Ein Grund: „Wir waren nicht genügend Leute in Roduchelstorf. Es sieht auch so aus, als wenn sich die Wehr dort auflösen wird. Man weiß es nicht. In der letzten Zeit war es ein bisschen kompliziert“, sagt Karneck. Sie wollte unbedingt weiterhin aktiv in einer Feuerwehr bleiben. Deshalb entschied sie sich für Lockwisch.

Ebenfalls neu bei den Brandschützern der kleinen Gemeinde sind Ulrike und Dennis Schüßling aus Schönberg. Sie hatten bislang keine Berührungspunkte mit den Feuerwehrleuten. Die Idee, Mitglied einer Wehr zu werden, sagt Dennis Schüßling, hatte er schon seit Jahren. „Kameradschaft, das Dazugehören und Hilfe zu leisten, fand ich schon immer reizvoll.“ Doch irgendwie habe sich eine Aufnahme nie ergaben. Das änderte sich durch Michael Vohs. Mit dem Lockwischer Wehrführer sind Ulrike und Dennis Schüßling befreundet. In Gesprächen hat Vohs beide für den Brandschutz begeistert. „Deshalb sind wir jetzt eingetreten.“ Nicht in Schönberg, sondern in Lockwisch. „Weil alles ein wenig familiärer und nicht so groß ist“, sagt Dennis Schüßling.

Vor ihm und seiner Frau Ulrike liegt aber noch ein langer Weg, bevor beide mit zu Einsätzen ausrücken dürfen. Zwischen zwei und vier Jahren dauert es wohl, bis Truppmann-Lehrgang 1 und 2 absolviert sind. Ihren Dienst in Lockwisch leisten sie schon — alle 14 Tage freitags.

Schönbergs Wehrführer Jörn Stange schätzt seinen Amtskollegen Michael Vohs. „Er ist ein sehr rühriger Wehrführer, der sehr viel Arbeit in die Feuerwehr investiert.“ Außerdem gebe er, im Gegensatz zu anderen Wehrführern und Bürgermeistern, auch mal unglückliche Umstände und Schwächen beim Brandschutz zu. „Er sagt, wenn die Feuerwehr tagsüber nicht ausrücken kann, was sehr wichtig ist für eine gute Zusammenarbeit.“

Jörn Stange spricht auch von einem sehr guten Verhältnis zwischen beiden Wehren. In diesem Jahr wollen die Lockwischer und die Schönberger ihre guten Beziehungen vertiefen und erstmals seit Langem wieder gemeinsame Übungen abhalten.

Für die Lockwischer geht es dann auch darum, noch mehr zu lernen für künftige Einsätze. Im vergangenen Jahr mussten sie acht Mal ausrücken. Darunter waren Brände wie der auf einem Feld in Lockwisch, der die Brandschützer mehrere Tage lang in Atem hielt, und auch technische Hilfeleistungen wie das Beseitigen von Bäumen nach Stürmen. Seit Jahren rückt die Feuerwehr Lockwisch durchschnittlich zu fünf bis zehn Einsätzen aus.

Steffen Öldorp

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