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Nordwestmecklenburg Dritter Adventsmarkt auf dem Kirchplatz
Lokales Nordwestmecklenburg Dritter Adventsmarkt auf dem Kirchplatz
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21:27 28.09.2017
Grevesmühlen

Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2015, als der Ökumenische Adventsmarkt und das vorweihnachtliche Straßenfest zum ersten Mal auf und am Kirchplatz stattfanden, folgt am Sonnabend, 2. Dezember, die mittlerweile dritte Auflage der Veranstaltung. Die Mitglieder des Gewerbevereins Grevesmühlen sprachen sich mit deutlicher Mehrheit für die Veranstaltung auf dem Kirchplatz aus. Der verkaufsoffene Sonnabend wird eine Woche später am 9. Dezember stattfinden. Wie Andreas Schön, Vorsitzender des Gewerbevereins, mitteilte, sind die Einzelhändler der Innenstadt aufgerufen, sowohl am 2. als auch am 9. Dezember ihre Geschäfte zu öffnen. Zu diesem Angebot gibt es unter den Ladeninhabern in Grevesmühlen durchaus kontroverse Ansichten. Andreas Schön, Inhaber eines Uhren- und Optikgeschäftes, betonte, dass man die Kunden nur dann in die Innenstadt locken könne, wenn alle Gewerbetreibenden an einem Strang zögen. „Es nützt überhaupt nichts, wenn die Hälfte der Läden zu ist.“ Doch genau das sei in den vergangenen Jahren mehrfach geschehen. „Weil einfach keiner mehr kommt“, argumentiert Dirk Budack vom Modegeschäft Dibu.

Kirchen, Gewerbeverein und Stadt setzen gemeinsame Aktion am 2. Dezember fort.

„Ab 13 Uhr schauen sich die Gewerbetreibenden auf der Straße an und fragen sich, wie lange sie noch auf einen Kunden warten sollen. Ich denke, es lohnt sich nicht.“

Am Ende einigten sich die Mitglieder des Gewerbevereins dennoch auf den Aufruf, den Kunden an zwei Sonnabenden im Dezember Öffnungszeiten bis 16 Uhr anzubieten. „Und wer länger öffnen möchte, kann das tun. Denn es geht hier nicht darum, dass wir öffnen sollen, sondern wir haben die Chance, das zu tun.“ Astrid Hollmann, viele Jahre Vorsitzende des Gewerbevereins, kennt die Debatten nur zu gut.

Sie appellierte an die Unternehmer, dass jeder mit seinem Nachbarn sprechen möge. Sie sollten ihm erklären, „warum es Sinn macht, sein Geschäft zu öffnen. Wir müssen uns einig sein, das zählt.“

Unabhängig von den geöffneten Geschäften soll auch das Angebot auf dem Kirchplatz verbessert werden. Die Resonanz im vergangenen Jahr, als bis in die späten Abendstunden Besucher an den Ständen verweilten, zeigt, dass das Konzept funktioniert – zumindest am Sonnabend. Für eine Öffnung der Buden am Sonntag fand sich allerdings keine Mehrheit. Aus den Vereinen war im Vorfeld der Vorschlag gekommen, wie beispielsweise in Klütz, auch am Sonntag den Adventsmarkt zu öffnen. Die unbeantwortete Frage ist allerdings, wer dieses Angebot umsetzen soll. Die Vereine und Verbände, die am Sonnabend auf dem Kirchplatz stehen, haben jedenfalls abgewunken. Der Aufwand sei zu groß im Vergleich zu den Einnahmen.

Etliche Jahre hatten Stadt und Vereine darum gerungen, das vorweihnachtliche Straßenfest – im Volksmund als Weihnachtsmarkt tituliert – mit dem Ökumenischen Adventsmarkt zusammenzulegen. Die Kirchgemeinden sperrten sich lange Zeit, erst mit dem Wechsel an der Spitze des Pfarramtes wurde die Debatte wieder aufgegriffen und am Ende die Idee umgesetzt. Zuvor hatte das Straßenfest am ersten Advent auf dem Markt und in der Wismarschen Straße stattgefunden, der Adventsmarkt eine Woche zuvor in der Nikolai-Kirche. Die Besucherzahlen der vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass die gemeinsame Veranstaltung Erfolg hat.

Bei der ersten Auflage im Jahr 2015 gab es noch einige Kritik, da ein Teil der Buden entlang der Rasenfläche rund um die Kirche aufgestellt worden war. Der Dauerregen hatte Rasen und Wege aufgeweicht. Im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren die Stände auf dem Kirchplatz konzentriert – eine richtige Entscheidung, wie die Resonanz zeigte.

Kulturnacht wieder am 30. Oktober

Es wird wieder geheimnisvoll in der Stadt Grevesmühlen. Die mittlerweile elfte Kulturnacht steht auf dem Programm. Am Montag, dem 30. Oktober, verwandelt sich die Innenstadt in einen fantastischen Ort. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Kreihnsdörper Lüüdschnack – sagenhaftes Grevesmühlen“. Von 17 bis 22 Uhr dreht sich alles rund um die Grevesmühlener Märchen- und Sagenfiguren, um die Waddermöhm vom Ploggensee, die Krähen und vieles mehr.

Übrigens: Die beliebte Nachtschicht, der Tanzabend im Vereinshaus am Kirchplatz, wird auch wieder stattfinden. Die hat sich nach dem Start im vergangenen Jahr zu einer geheimen Ü40-Party entwickelt. Die genauen Daten für dieses Jahr werden zeitnah bekannt gegeben.

Um 20 Uhr gibt es auch wieder das berühmte Theater vor dem städtischen Museum. Dann schlüpfen Stadtvertreter und Mitarbeiter in ungewöhnliche Rollen und nehmen Geschehen in und um Grevesmühlen sowie in der Welt auf die Schippe.

Mit dabei ist in diesem Jahr auch das Piraten Open Air. Der Schauspieler Gero Bergmann wird eine Show vorführen, kündigt die Stadt an.

Dazu wird es wieder Lesungen geben – unter anderem in der Buchhandlung Peplau, eine Rallye durch die Stadt und ein zusätzliches Programm vor dem ehemaligen Markant-Markt.

Die Stadtwerke tauchen die Innenstadt dazu in ein besonderes Licht und rufen die Bewohner des Zentrums dazu auf, Fenster und Türen entsprechend dem Anlass zu beleuchten. Ideen und Vorschläge dazu gibt es bei Werner Küsel von den Grevesmühlener Stadtwerken.

Michael Prochnow

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