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Nordwestmecklenburg Egger investiert 15 Millionen Euro
Lokales Nordwestmecklenburg Egger investiert 15 Millionen Euro
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18:21 11.06.2016

Der Holzverarbeiter Egger will im November ein weiteres Werk in Wismar eröffnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 15 Millionen Euro in den zweiten Standort. 15 bis 20 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.

Anfang des Jahres hatte Egger das Gelände des ehemaligen Windkraftanlagenbauers Kenersys gekauft. „Ein fix und fertiges Objekt – geradezu perfekt“, sagt Ralf Lorber, Geschäftsführer Finanzen und Controlling. Eine riesige Produktionshalle und fast noch einmal so viel Freifläche – Ideen für eine Nutzung gibt es bei Egger genug. In der Halle beginnen im Juli die Bauarbeiten. Mit der Inbetriebnahme von Werk 2 sollen dort eine Digitaldruckanlage und eine Kaschieranlage Platz finden. Fußböden werden künftig digital bedruckt, statt im Walzverfahren. Zudem will das Unternehmen die komplette Forschungs- und Entwicklungsabteilung nach Wismar holen.

Im Technikum tüfteln Kunststofftechniker, Lackierer und Drucker dann an neuen Holzfaserplatten und Beschichtungen für Holzfußböden aller Art. Gerade auf dem Weg zur Marktreife etwa sei ein Korkfußboden. Extrem feuchtigkeitsbeständig und daher vor allem für Hotels, Restaurants oder Supermärkte geeignet, erklärt Erich Macala. Als technischer Geschäftsführer ist er für Forschung und Entwicklung verantwortlich. Es sei sehr viel effizienter, diesen Bereich an einem Standort zu konzentrieren. Mit der Eröffnung des zweiten Standortes verlegt Egger auch die Produktion von Fußböden komplett nach Wismar. Damit will das Unternehmen schneller auf Trends am Markt reagieren können.

Bislang wurde an verschiedenen Orten teilgefertigt und dann in die Hansestadt geliefert. Eine logistische Herausforderung wird nach Aussage der Geschäftsführer die Verbindung zwischen den beiden Werken auf dem Haffeld. Gut einen Kilometer liegen die Produktionsstandorte auseinander. Zunächst werden die fünf Tonnen schweren Produktpakete auf Lkw zur Endfertigung ins Werk 1 gebracht. Aber die Logistiker denken bereits über andere Lösungen nach. Kommende Woche soll auch die verbliebene Windkraftanlage abtransportiert werden vom neuen Egger-Werk 2.

„Egger ist alles andere als eine verlängerte Werkbank. Was kann uns Besseres passieren, als dass ein Unternehmen, das sich hier etabliert hat, auch hier expandiert“, sagte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

Nicole Buchmann

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