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Nordwestmecklenburg Ehemalige P&R-Plätze weiter gut besucht
Lokales Nordwestmecklenburg Ehemalige P&R-Plätze weiter gut besucht
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20:12 11.08.2016

n. Drei Jahre lang wurden im Ostseebad Boltenhagen Park&Ride-Plätze an den Ortseingängen bei Wichmannsdorf und in Tarnewitz angeboten. Gemeinde und Kurbetrieb wollten den Service testen, genutzt wurden dafür unbefestigte Flächen.

Nach dem Ende der Testphase im vergangenen Jahr gibt es den Shuttle-Verkehr nicht mehr, auch die Kassenhäuschen sind verschwunden. Geblieben sind die parkenden Fahrzeuge, deren Insassen sich nun zu Fuß auf den Weg ins Ostseebad machen. Und das machen erstaunlich viele Besucher, gerade an den Wochenenden. „Vor allem der Parkplatz in Tarnewitz wird sehr gut angenommen“, sagt Bürgermeister Christian Schmiedeberg. Allein das Bild, das die Plätze abgeben, ist alles andere als ein Aushängeschild für das Ostseebad. Unkraut, unbefestigter Untergrund. „Es sieht nicht wirklich gut aus, was die Gäste da sehen“, räumt Schmiedeberg ein. „Aber das wird sich bald ändern.“ Die Planungen für den Parkplatz in Tarnewitz sind fertig, die Fördermittel beantragt. „Davon hängt es nun ab, wann die Arbeiten beginnen können“, so der Bürgermeister. Bei der Fläche in Wichmannsdorf gab es lange Streit darüber, ob der notwendige Bebauungsplan geteilt oder in einem Stück über die Fläche gelegt würde.

Christian Schmiedeberg: „Ich habe jetzt mit der Grundstückseigentümerin gesprochen, ich denke, wir sind auf einem guten Weg, eine Lösung zu finden, den B-Plan in einem Stück zu realisieren.“ Die Gemeindevertreter sollen demnächst darüber informiert werden.

Sobald die Parkplätze fertiggestellt sind, könnte die Nahbus GmbH den Shuttle-Betrieb übernehmen. Angedacht ist, dass die Busse des kreiseigenen Nahverkehrs alle 15 Minuten die Plätze anfahren.

Während der Testphase hatte die Gemeinde den Service mit einem hohen fünfstelligen Betrag finanziert. Demgegenüber standen Einnahmen in Höhe von knapp über 11000 Euro - einer der Hauptgründe, weshalb der P&R-Service nicht weiterverfolgt wurde.

Bei den Urlaubern kam der Service dennoch gut an. Viele Tagesgäste nutzten die Plätze, zahlten zwei Euro und konnten dafür nicht nur ihr Auto abstellen, sondern auch einen Shuttlebus in den Ortskern und zum Strand nutzen. Auch andere Ostseebäder wurden darauf aufmerksam. Lob gab es von allen Seiten. „Boltenhagen hat mit dem Park&Ride-Service eine Vorreiterrolle übernommen. Es ist beispielhaft, was dort mit viel Aufwand und auch mit Investition versucht wird“, hatte Annette Bierholz vom Verband Mecklenburgische Ostseebäder vor einem Jahr gesagt. In Schleswig-Holstein gibt es an der Ostseeküste bislang auch keinen vergleichbaren Service wie ihn Boltenhagen hatte. „So ein Angebot ist eine sinnvolle Alternative, bevor die Leute im Halteverbot parken“, sagte Katja Lauritzen vom Marketingverband Ostsee-Holstein-Tourismus in der vergangenen Saison.

mab/proch

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