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„Ehrenamtliche Arbeit ist ein Geschenk für die Region“

Klütz „Ehrenamtliche Arbeit ist ein Geschenk für die Region“

Klützer Bürgermeister Guntram Jung zeichnet Flüchtlingshelfer aus.

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Der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (li.) ehrte die Gruppe „Klütz hilft“ für ihre Arbeit mit Flüchtlingen in 2015 und 2016.

Quelle: Foto: Dirk Hoffmann

Klütz. „Sie machen unsere Region schöner, weil Sie uns beschenken“, sagte der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU) beim „Tag des Ehrenamtes“ vor 75 Gästen in der Aula der Regionalen Schule. Damit hob er gleich in seiner Eröffnungsrede das Engagement der Bürgerinnen und Bürger hervor, die sich uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen.

 

LN-Bild

Die Gruppe hat auch Zivilcourage gegen Nationalisten gezeigt.Bürgermeister Guntram Jung über die Arbeit von „Klütz hilft“

Quelle:

Die ehrenamtliche Arbeit darf aber nicht als selbstverständlich gelten, wie Jung fortführte. Stellvertretend für alle nahm er dann die Auszeichnung einiger Personen vor, die sich besonders hervorgetan haben. Zu ihnen gehörte Michael Schulz. Der 56-Jährige leitet seit zwölf Jahren als Vorsitzender die Geschicke des Angelvereins Klütz/Boltenhagen e. V. Die 70 Mitglieder sehen in ihm den Initiator vieler Veranstaltungen, mit ihm verbinden sie den Erfolg des Vereins. Und das, obwohl er beruflich als Tischler bei einer Firma in Hamburg stark eingebunden ist.

„Du hast immer dafür gesorgt, dass unsere Fahrzeuge einsatzbereit waren“, lobte Wehrführer Daniel Jenner in seiner Laudatio die Arbeit von Wilfried Keitel, der ebenfalls geehrt wurde. Seit seinem Eintritt am 15. März 1976 habe der heute 60-Jährige an vielen Lehrgängen teilgenommen und sich weitergebildet. Keitel war Feuerwehrmann, Oberfeuerwehrmann, Hauptfeuerwehrmann, Oberlöschmeister, ist seit 1990 Hauptgerätewart und seit 1993 Hauptlöschmeister.

„Ein Verein braucht ein Gesicht, um erfolgreich zu sein“, fand Schriftführer Stefan Mevius die treffenden Worte für den weiteren Geehrten Wilfried Burmeister (70). Schon 1967 trat dieser dem Rassegeflügelzuchtverein bei, baute ein Netzwerk an Beziehungen auf, hatte bis 2004 den Vorsitz inne und ist nach wie vor als Mitglied aktiv.

Mit Lob sparte auch Pastorin Pirina Kittel nicht, als sie die Arbeit von Annerose Jeremies (66) würdigte. Sie trete für ein respektvolles und friedvolles Miteinander an. Kittel nannte sie ein „Geschenk für unsere Kirchgemeinde“.

Als ein Geschenk haben es sicher auch viele Flüchtlinge empfunden, wie sie 2015 bei ihrem Aufenthalt in der Schloss-Stadt von der Gruppe „Klütz hilft“ Unterstützung in Form von Sachspenden, Kommunikation oder auch der Freizeitbetreuung erfuhren. „Die Arbeit war sehr strukturiert. Die Gruppe hat auch Zivilcourage gegen Nationalisten gezeigt“, sagte Jung, als er ihr den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters übergab. Die anderen Preisträger hatte der Sozial- und Kulturausschuss der Stadt aus den vielen Vorschlägen der Vereine ausgewählt. Einen Extra-Applaus, ohne selbst anwesend zu sein, gab es da für Lothar Birzer. Der Trainer der D-Jugend und Vorstandsmitglied des SV Klütz hatte dafür einen plausiblen Grund. Am gleichen Tag feierte er seinen 60. Geburtstag.

Auch wenn es ihr Tag war, so erhielten nicht nur die Ehrenamtler Applaus. Beifall gab es auch für die 14 Mädchen und Jungen der Schülerfirma „Mc Break“. Unter Anleitung des Schulsozialarbeiters Daniel Soth-Worofka hatten sie Soljanka und eine Käsesuppe gekocht und die Tische eingedeckt. Eine Schülerin entwickelte passend zu dem Motto „Gemeinsam ist mehr möglich!“ sogar ein eigenes Logo.

Musikalisch begleitet wurde der „Tag des Ehrenamtes“ durch Schüler der Kreismusikschule „Carl Orff“ Nordwestmecklenburg. Rolf Kruse vom Sozialausschuss führte als Moderator durch das Programm. Jener Ausschuss hatte 2011 den „Tag des Ehrenamtes“ ins Leben gerufen. Die Würdigung soll etwas Besonderes bleiben und wird deshalb auch künftig alle zwei Jahre stattfinden, wie Bürgermeister Guntram Jung am Rande der Verleihung der Preise erklärte.

Dirk Hoffmann

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